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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1903-03-01 · 2 (März-April 1903) · p. Seite 39

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
VII (1903)
Issue
2 (März-April 1903)
Date
1903-03-01
Page
Seite 39 (sequence 7)
Language
German
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39 französischen Autoren erwähnt wird. Die Quaestiones naturales hat er aus dem Französischen übersetzt. Er hat zwei inhaltlich mit einander verwandte, aber doch völlig gesonderte religionsphilosophische Schriften verfasst, die eine (A) ohne Titel — der ]Herausgeber nennt sie ס׳ החיבור, — die andere (B) das המצרף 'D. Die in beiden Schriften citierten Autoren, Saadia (und zwar in der anonymen Uebersetzung Cod. Münch. 42), Bachja und Gabirol (beide in der Tibbon’schen Uebersetzung), Abr. ibn Esra und Parchon in A, dieselben Autoren nebst Abr. ben David in B, wie auch die Widmung von A an Meschullam und noch andere Momente weisen auf Südfrankreich und speziell aufLunei oder die Nähe von Lunel hin. Berachja’s Fuchsfabeln haben mit Marie de France nichts zu schaffen, ohne Zweifel aber sind andere französische Fabelsammlungen von ihm benutzt worden. Die Reihenfolge seiner Werke ergiebt sich aus ihnen selbst mit ziemlicher Gewissheit. Höchstwahrscheinlich hat er mit דודי ונכדי ,D, der Uebersetzung der Quaestiones naturales begonnen, hierauf die Uebersetzung des Lapidarium folgen lassen, sodann die beiden ethischen Schriften, erst A und dann B, und zuletzt die Fuchsfabeln verfasst, daneben auch talmudische, grammatische und exegetische Studien betrieben, daher die in seinem Namen überkommenen Bemerkungen in den talmudischen und pentateuchischen Tosaphot und Bibelglossarien. Die ältere hebr. Saadia-Uebersetzung ist nicht von unserem Berachja verfasst sondern nur in A excerpiert, in B sehr stark benutzt. Yermutlich ist sie nicht in Europa, sondern in Babylonien entstanden. Der Herausgeber bespricht auch die von ihm benutzten Handschriften, von denen Ms. De Rossi 482 nur A, Ms. München 65 A und B enthält. Der Behauptung (introd. p. XLIH), dass Ms. München 65 und Ms. München 42 von derselben Hand sind, kann ich nach den vorliegenden Facsimilien nicht beistimmen. Des Weiteren erörtert G. das Yerhältnis von A und B zu einander. Letzteres, das ס, המצרף, stellt sich als eine verbesserte, teils verkürzte, teils vermehrte Bearbeitung von A dar. Der Herausgeber hat den Text und die Uebersetzung in numerierte Abschnitte eingeteilt und damit das Lesen und Nachschlagen erleichtert. Berachja erweist sich in seinen Arbeiten als gewissenhafter und verständnisvoller Compilator. Interessant ist in A Abschn. CXY—CXIX, wo Ber. Collectaneen aus Eigenem giebt. — Die vortreffliche Textesausgabe, wie auch die sorgfältig gearbeitete Uebersetzung geben nur an verhältnissmässig wenigen Stellen Anlass zur Berichtigung. Ich citiere im Folgenden den hebräischen Text mit H, die englische Uebersetzung mit E, beide mit Angabe von Seite und Zeile. E 1, 5 the veil of knowledge ist ein Misverständnis des hebr. Textes H 1, 8 לבאים לחקור מק1סןך הבין (nicht sondern vgl. Spr. 28,81: לבאים לחקור ממסך). Dasselbe Misverständnis findet sich auch E 264, 24 zu H 128, 9. — H 1, 8 statt משכל zeigt das Facsimile der Hs. richtig משכיל. — E 1, 7 a habit which is both revealed and hidden ist unrichtig übersetzt; H 1, 4 ובעבודתו גלויה וצפונה (vgl. H 118, 4) gehört zu dem vorhergehenden *foS? bedeutet also ״in den äusseren und inneren Gottesdienst einzutreten.“ — H 1, 5 st. יהיה zeigt die Handschrift deutlich das richtige יהיו. H 1, 6 st. כקן .1 בקן. H 1, 9 st. ועוד .1 וועוד (Druckfehler). Das. בחככעת חיצונות, E 1, 17 und 18 mit ״the exact sciency“ übersetzt, bedeutet ״profane Wissenschaften“. — E 2, 15 t= H 1 1. Z. החלופים, sceptical fhoughts, richtiger ״gegensätzliche Meinungen“. Das. והקפדנות and

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