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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1903-03-01 · 2 (März-April 1903) · p. Seite 37

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
VII (1903)
Issue
2 (März-April 1903)
Date
1903-03-01
Page
Seite 37 (sequence 5)
Language
German
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37 mss. at Parma a. Munich with an English translation, introduction, notes etc. with 3 facsimiles. London, D. Nutt, 1Ö02. 6 Bl. unpaginiert, LVI S., ein unpag. Titelblatt u. 361 S.; hebr. Teil: X, 153 S. 8». [Der gelehrte Herausgeber hat zwei Schriften des R. Berachja ha- Nakdan, von dem bisher nur die משלי שועלים gedruckt waren, mit reicher Sachkenntnis und grosser Sorgfalt veröffentlicht und dazu eine vortreffliche englische Uebersetzung, die von sklavischer Uebertragung wie von freier Umschreibung gleich weit entfernt ist, beigegeben. Als Einleitung geht eine verdienstvolle Studie über Leben und Werke Berachja’s voran; kritische und erläuternde Bemerkungen, und acht Yerzeichnisse von Parallelstellen und Quellennachweisen machen den Schluss. Yon jeder der drei benutzten Hss., Cod. De Rossi 482, München 42 und München 65 ist je ein Blatt in Eacsimile beigegeben. Die typographische Ausstattung ist glänzend, die Correctheit des Satzes verdient besondere Anerkennung. Die englische Einleitung (p. I—LYI), die bis auf einen Punkt, von dem noch weiter die Rede sein wird, an Klarheit und Gründlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt, giebt zunächst eine genaue Zusammenstellung des gesamten bisher vorhandenen biographischen und bibliographischen Materials über Berachja ha-Nakdan, um dann auf Grund des neugewonnenen Materials und einer erneuten genauen Untersuchung mit einigen alten Irrtümern und einer neuen Hypothese völlig aufzuräumen. Berachja’s angeblicher Zuname Krispi bei Wolf, Krispa oder Krispin bei Fürst, Krispia bei Steinschneider beruht auf einem Irrtum. Berachja soll nach Stein- Schneider und Zunz1) ca. 1260, nach Neubauer ca. 1248 gelebt haben. Nach dem Yorgange ־ Steinschneiders unterscheidet Neubauer zwei Berachja, beide mit dem Zunamen Crespia oder Cresbia, einen Berachja b. Isaak, Uebersetzer des Saadia und Yf. der ethischen Schrift ס׳ המצרף (Cod. München 65) und einen Berachja b. Natronai, Yf. der Fuchsfabeln, Uebersetzer der Quaestiones naturales von Adelardus Bathonensis ins Hebräische unter dem Titel דודי לנכדי (Cod. München 42 2) und Uebersetzer eines Lapidariums ins Hebr. (Ms. Oxf. Can. 70, fol. 78). Neubauer, gestützt auf Bloch (Monatssehr. XIX, 451 ff.), meint sogar, dass man vielleicht noch einen dritten Berachaja annehmen müsse. (Ich bemerke, dass hierin Naubauer in Rabb. franc., 1,498 sieh mit Unrecht auf Bloch beruft. Bloch a. a. 0. sagt nur, dass der Yf. des המצרף ,D, das nicht später als 1200 entstanden sein kann, zwar ein Berechja, aber schwerlich Berechjah hanakdan, der Yf. der Fuchsfabeln gewesen ist, und ferner, dass weder Berechjah hanakdan noch Berechja, der Yf. des ס, המצרף als Autor der Saadia-Uebersetzung an- Zusehen ist. Davon, dass auch dieser Autor ein Berechjah gewesen sei, ist bei Bloch nicht die Rede.) Berachja, der Yerfasser des ס, המצרף, soll nach Zunz ein provenzalischer oder italienischer, nach Neubauer ein nordfranzösischer Autor gewesen sein. Steinschneider beweist hierauf gegen Neubauer, dass Berachja b. Natronai, der Yerfasser der Fuchsfabeln auch der Autor des ס׳ המצרף ist, aber keineswegs Uebersetzer des Saadia gewesen sein kann, da er des Arabischen völlig unkundig sich erweist. Dass der Yerf. der Fuchsfabeln nicht allein das 0' המצרף, sondern auch noch ein anderes religionsphilosophisches *) Die genauen Nachweise der Stellen bei Gollancz, Introduction p. LIYft

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