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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1903-01-01 · 1 (Januar-Februar 1903) · p. Seite 30

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
VII (1903)
Issue
1 (Januar-Februar 1903)
Date
1903-01-01
Page
Seite 30 (sequence 30)
Language
German
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so Auch was ich über die Vorgänge unter Constantin1) beigebracht habe, geben für P. zu TJ. keine Parallele ab. Da er kein Argument anführt, lasse ich ihm seine Meinung. Schlimmer ist es, was er über Suidas sagt. Da imputiert er mir wieder, ich hätte in Suidas ״eine Bezeugung des TJ.a gesehen, wo ich nur darauf verweise, dass in Suidas so gut wie im TJ. vom Verhör der Maria geredet wird. Nehmen wir den Fall, ich hätte die Stelle des Suidas nicht angezogen, hätte mir P. und wer immer nicht den Vorwurf machen können, dass mir eine solch’ schlagende Parallele entgangen sei? Bei Agobard giebt P. endlich zu, dass die Stelle allerdings eine bei den Juden vorhandene Schrift über Jesum voraussetze, diese aber könne nicht TJ. sein, weil sie keine Geburtsgeschichte enthält. Raymundus enthält auch keine Geburtsgeschichte (S. 12 N. 2) und das Toldoth bei Raymundus anerkennt gleichwohl auch P. Um nur nicht an TJ. denken zu müssen, nimmt P. lieber ein aram. apocryphischos Evangelium an, und daraus citire auch Schemtob ibn Schaprut. Nun steht aber bei diesem ausdrücklich: מעשה של ישו הנוצרי und עובדא דישו בר נונדרא (S. 146) — ist das Ev. oder TJ? Herr Dr. Porges, wo bleibt Ihre Unbefangenheit? Hrabanus Maurus beweist nach P. sogar ״das gerade Gegentheil“ (lies ״gerade das G.״) von TJ. Warum? wird nicht gesagt. Die Geschichte mit Pandera stamme, meint P., aus dem Talmud, der Garten voller Kohl ist ihm aber nichts, folglich ist hier keine Spur von TJ. Mein Verstand sagt mir aber, dass ein Werk, welches den Pandera, den Kohl und die Hervorzerrung aus dem Grabe kennt, müsse wohl etwas mit TJ gemein habeu, denn nur in diesem gehören die genannten Dinge zum Pragmatismus des Ganzen. Das ist schon so meine litterarische Kritik. P. will es Dr. Bischoff, meinem Mitarbeiter, nicht glauben, dass noch heute in Russland gebildete Leute ihr Toldoth schreiben. An anderer Stelle hält sich aber P. darüber auf, dass ein Teil meiner Mss. aus dem 19. Jh. stamme; ist das nicht heute? Vollends gelehrte Juden — für die setzt sich P. in Schranken, die hatten kein T. Wer schrieb denn das aram. Fragment aus Kairo? Woher stammen die aram. Brocken in Ms. Strassburg? Konnten das auch ungelehrte Juden? Das Volk soll auch das T. nicht gelesen haben, das sei ״völlig aus der Luft gegriffen“, wo ich (S. 10) eine Notiz anführe, dass das Werkchen in deutscher Sprache gelesen werde und dass ein einziger Schreiber identische Exemplare aus drei verschiedenen Ländern vor sich hatte! In TJ. meint P., walte die freie Erfindung. Auf verschiedenen Seiten meines Buches gebe ich das selber zu, aber mein Buch soll ja gerade zeigen, das in TJ nicht ״freie Erfindungen“ allein vorhanden seien, sondern auch Verarbeitungen von Stoffen christlicher Provenienz. Ich citire nun P. wörtlich: ״Man lese die Beweise des Vf., dass selbst drollige Geschichten im TJ nicht ganz aus der Luft gegriffen sind, sondern vielmehr an den* Apokryphen ihren Halt haben! Man lese ferner . . das über das Ballspiel Jesu gesagte!“ Ich fasse diese Worte nicht als Ironie auf, da P. allem Anscheine nach bitteren Ernst meint. Wenn sie aber besagen, dass P. jene Beweise acceptiert, so sagt er ja selber, dass die Berichte des TJ mehr als freie Erfindungen sind. P. glaubt selbst im Rahmen seiner Recension als Apologet des Judenthums aufstehen und das TJ discreditieren zu müssen — diese Art Bemerkungen erachte ich übrigens nicht als an meine Adresse gerichtet — und merkt es nicht, dass er dem Judentum einen schlechten Dienst leistet, indem er jene Schmähungen freierfunden sein lässt. Ich aber wollte zwar keine Apologie schreiben, glaube aber gerade dadurch, dass ich die mutmasslichen christlichen Quellen des TJ aufzeige, das Judentum von dem Odium der verbissenen ג) Was bedeutet ״Cat. ms.“ bei Porges S. 170? — Ich bessere “hier aus: ״Kreuzigung״ S. 176 1. Z., lies, wie bei mir richtig, ״Kreuzauffindung״•

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