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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1903-01-01 · 1 (Januar-Februar 1903) · p. Seite 27

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
VII (1903)
Issue
1 (Januar-Februar 1903)
Date
1903-01-01
Page
Seite 27 (sequence 27)
Language
German
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27 muss das שנה ושלה dort als 354 aufgefasst werden, wie mir der am 15 December (5 Tebeth) 1901 verstorbene N. H. van Biema (ינה׳ל יעקב נפתלי הירין לוי nicht יוסף wie Abbreviaturen-Liste zu אוצר הספרים Händler und Simonsen (ZfhB. IY. S. 91) fälschlich haben) einmal mitteilte. Denn am Schlüsse dort heisst es: הכותב ר״ח ניסן בשנה הנ״ל בפח אדם ט יקריב מכם קרבן ובו*, dies kann nur für das Jahr 354 richtig sein, da damals der 1. Nisan auf Dienstag (22. März) fiel und am darauf folgenden Sabbath der Abschnitt וקרא gelesen wurde, im Jahre 359 .fiel der 1. Nisan jedoch auf Samstag (27. März). Das Geburtsjahr des Elia Loanz fällt somit in das Jahr 1559. Miseellen. Ein verknnntes Wort. Eine der Schwierigkeiten, welche die Verse Ezra 4,6—Capitel 6 anerkanntermassen hieten, ist, dass hier für den ersten Blick hur von den Stadtmauern die Rede sei, während in Wirklichkeit es sich damals doch vornehmlich nur um den Tempelbau gehandelt haben kann. Meyer,1) der trotz aller Schwierigkeiten die Echtheit dieser Yerse anerkennt, weiss sich aus der Verlegenheit, die natürlich durch dieses sein Zugeständnis umso grösser geworden ist, nur dadurch zu ziehen, dass er den Hergang in die Zeit des Artaxerxes I verlegt, welchen jedoch der Verfasser des Buches aus Missverständniss, als ob hier vom Tempelbaue die Rede wäre, an die unechte Stelle einrücken liess. Der eigentliche Ort dieses Berichtes sei, meint Meyer, zwischen Ezra und Nehemia. Allein bei Ezra apokryph 2, 17, dem unserem Berichte correspondierenden Stücke, heisst es wörtlich: ״Dem Herrn, dem Könige sei es bewusst, dass die Juden, die . . . nach Jerusalem gekommen sind und diese aufrührerische und schlechte Stadt bauen, die Plätze derselben und die Mauern wiederherstellen und einen Tempel wieder errichten.“ So auch Josephus, Antiquit. 11,2,1: ״Du musst wissen, 0 König, dass die Juden ... in unser Land gekommen sind, um die verrätherische und ruchlose Stadt wieder aufzubauen, ihre Plätze wieder herzustellen, die Mauern wieder zu errichten und den Tempel zu bauen.“ Meyer, dem dies nicht entgangen ist, erwiedert hierauf, Ezra apokryph habe das Wort ״Tempel“ eingeschmuggelt und Josephus, dem jener als Vorlage diente, hat es ihm nachgeschrieben.2) Verlegenheit auf Verlegenheit! Nichts als Missverständniss, Schmuggelei, Unbesonnenheit! Auf diese Weise ist es allerdings nicht schwer Geschichte zu machen. Wie lautet aber jene Stelle im Originaltexte: ,/ידיע להוא למלכא די יהודאי .... עלינא אתו לירושלם קרתא מרדתא ובאושתא בנין ושוריא שכלילו ואושיא יחיטו". Das Wort 3א ושי א) beziehen die meisten Ausleger auf שוריא, was keinen Sinn hat. Wie Viele vor ihm, hat es auch Meyer4) nicht verstanden, er ist aber ehrlich genug es zu gestehen, *) Die Entstehung des Judenthums, S. 98 ff. Vgl. diese Zeitschrift, 1897 S. 168. 2) A. a. 0. S. 55. ״) Raschi schreibt הכותלים, was entschieden hier nicht gemeint sein kann. 4) Ebendas.

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