Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- VII (1903)
- Issue
- 1 (Januar-Februar 1903)
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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13 Die Behauptung, dass Saadia von Plato ausgeht, sehliesst natürlich nicht aus, dass er eine gewisse Kenntnis auch von anderen Philosophen hatte und dieselben zuweilen benutzte. Doch derartige Geringfügigkeiten sind für die Intentionen des vorliegenden Buches ganz unerheblich. Der Verfasser will das Mass von Schätzung und Bedeutung feststellen, das die genannten jüdischen Denker in christlichen Kreisen erlangt haben, und solches ist ihm gelungen, weil er, frei von jeder Tendenz und vorsichtig in seinem Urteil, überall die objektiven Tat- Sachen selbst sprechen lässt und in seinen Ermittlungen über den urkundlichen Wortlaut nicht hinausgeht. Die Schrift bietet eine wertvolle Bereicherung für die Kunde der mittelalterlichen Philosophie, sie hat dadurch der jüdischen Religionsphilosophie einen erspriesslichen Dienst erwiesen und zugleich ihre Erkenntnis nicht unwesentlich gefördert. Philipp Bloch-Posen]. HIRSCHFELD, EMANUEL, Commentarius Maimoindae in Mischuam ad Tractatum Joma (cap. I—IV). Textura arabicum edidit adnotationibusque illustravit. Budapestini, in commissiöne S. Calvary & Co. ßerolini, 1902. XIV u. 18 S. 8°. [Anzeige auf S. 6.] JUDT, J. M., Zydzi jako rasa fizyczna. Analiza z dziedziny antropologii. Z 24 rysunkami, mapa i tablicami graficznemi w tekscie. Warschau, Wende & Cie, 1902. VII u. 189 SS. 8°. [״Die Juden als physische Race. Eine Analyse aus dem Gebiete der Anthropologie. Mit 24 Abbildungen, einer Karte und graphischen Tabellen im Texte“. Eine fleissige polnische Monographie über die Anthropologie der Juden, welche die bisherigen Resultate zusammenfasst und viele neue Aufschlüsse enthält. S. 184—189 ist eine sehr reichhaltige Literatur des Gegenstandes verzeichnet. Es soll demnächst eine deutsche Uebersetzung dieser Schrift erscheinen. — S. P.] LOEHR, MAX, Untersuchungen zum Buch Arnos. Giessen, J. Ricker’sche Verlagsbuchhandlung, 1901. IV, 67 S. 8°. [Die vorliegende Abhandlung, die als No. IV der ״Beihefte zur Zeitschrift für die alttestamenlliche Wissenschaft“ erschienen ist, gliedert sich in drei Teile, von denen der erste den ״Text des Amos-Buches“, der zweite den ״theologischen Gehalt des Arnos- Buches“, der dritte endlich den Namen צבאות n behandelt. In Teil A versucht der Verfasser eine strophische Rekonstruirung der Amosreden, die an manchen Stellen recht einleuchtend ist, und bemüht sich, die hierbei gewonnenen Ergebnisse für die Wiederher- Stellung des Textes zu verwerten. Teil B erweist als den Angelpunkt in Arnos’ Weltanschauung das Postulat der absoluten Gerechtigkeit, aus dem sich negativ sein Kampf gegen alles Unrecht und gegen die Vergewaltigung der niederen Klassen seitens der Vornehmen erklärt. Teil C, der von den 67 Seiten des Buches volle 80 einnimmt, gehört logisch um so weniger in den Rahmen dieser Schrift, als der Verf. selbst zum Resultate gelangt, ״Arnos habe so menig wie Hosea in seinem Buche den Namen Zebaoth verwandt“ (S. 58). Vorausgeschickt wird diesem Abschnitt auf 18 Seiten ein genaues statistisches Verzeichnis aller Bibelstellen, in denen צבאות in Ver-