Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- VI (1902)
- Issue
- 6 (November-Dezember 1902)
- Date
- 1902-11-01
- Page
- Seite 174 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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oder von Christen zu* polemischen Zwecken (S. 12, Z. 1 ff.), ist völlig grundlos. — Zu S. 12, Anm. 4. Die Angabe Wolfs in BH. II, 740, dass der Auszug aus Maase Thola bei Brenz p. 2 mit der Recension Huldricus übereinstimmt, ist unrichtig. , Am meisten stimmt Brenz mit Bischoff, Leben Jesu, überein. — Zu S. 14, Z. 7 ff. Die Annahme, dass die im Talmud-Prozess in Paris 1240 verhandelten Themata auf TJ hinweisen, ist völlig unbegründet. — Zu S. 19. Die Schreibweise נרמייזא für Worms, die Verf. erst in das XVII. und XVIII. Jahrh. setzen möchte, findet sich schon im XII. Jahrh. (Neubauer und Stern, Kreuzzugsberichte S. 48 und 51). Die Quelle für die Erzählung aus Worms ist Caes. v. Heisterbach, Dial. mirac. 2,24 (Bd. I, 94). — Zu S. 22. Wie Verf. dazu kommt, zwei Abschriften des gedruckten TJ als .Texteszeugen für diese Recension heranzuziehen, ist mir völlig unbegreiflich. Die Besserung (?) von עי bei Huldricus in עיר =־־ עי׳,, das für Rom stehen soll, wird, sofern sie sich nicht selbst.plausibel macht, durch die beiden Abschriften, die nach dem Drucke copiert sind, auch nicht im mindesten wahrscheinlicher. Mir scheint die Aenderung von עי in עיר Rom (S. 169) nur eine Verschlimmbesserung. Der Zusammenhang des Textes bei Huldr. p. 42, 48 und 56 verbietet geradezu, an Rom zu denken. Nichtsdestoweniger wird mit der Gleichung עי Rom wie mit einem gesicherten Ergebniss operiert, z. B. S. 178, Z. 18 עי״, wie wir schon wissen, Rom“. Zu S. 87 N. 6 st. אירפד vermute ich איתער, das zu N. 6 st. ומחוי ית סגריה .1 ומחיי ית סגריה (hebr. Uebersetzung sonach nicht לאחיה sondern ואראה); st. מן כל מאן.1 מן כל מא; st. וסלחו סער ist zu lesen ופלח וסער, wodurch alles einfach verständlich wird und st. יתחסד .1 יתחסר. Dieselben Verbesserungen auch zu S. 144. — Zu S. 89, Z. 1 st. . . שתוק לעצתי .1 שתוק לעצ; Z. 12 רבותינו ist richtig; Z. 18 נתן פריעה bedeutet ״eine Entblössung des Hauptes machen״, vgl. S. 42, Z. 3 נתנה לחכמים נזיפה und 44, 6 v. u. ואתן לו כריעה. — Zu 41,15. Statt עמו bei Raym. Mart. שובו לכם 42,11 — .עמנו ist richtig. — 43, 8 st. שחמק .1 שחבק. Zu 44, 7 v. u. נשבענו . . בעשרת הדברות. - Daraus kann für die Abfassungszeit dieser Recension des TJ vielleicht der terminus a quo erschlossen werden. Von welcher Zeit ab war es Vorschrift, dass der Schwörende seine Hand auf den Dekalog in der Thorarolle legte? In der zweiten Hälfte des XHI. Jahrh. musste der Jude seine Hand beim Schwören in das 3. Buch Mos. legen (Aronius, Regesten 633). Im Judenrecht des Sachsenwie auch des Schwaben- Spiegels wird nur vom Pentateuch gesprochen, darein der Schwörende die Hand bis zum Gelenk legen soll. Vgl. auch REJ XLV, 7. — 46, 2 v. u. 1. (?)0״ אי סכלי נטרי לקברא איפסיקו ihr Thoren, die ihr das Grab bewachet, unterbrecht euch“. Das letzte Wort ist mir sehr zweifelhaft. — 46,8 וחתך המים bedeutet ״das Wasser abschneiden“, indem man es ableitet; das Z. 10 st.47,18 .תני לנו.1 תפילנו st. הבריון.1 הדריון, vgl. Huldr. p. 36. — 48,14 st. מהיהו[דים] .1 מה יהו; st. שיעשו .1 יעשו. — Zu 66,17 והיה לומד. Hier ist ״lernen“ im Sinne von ״lehren“ ein jüdisch-deutscher Germanismus. Das. Z. 4 v. u. st. 67,11 — .משה .1 ממשה st. כמו ל׳ שנים .1 בחר׳ל שנים. — 68, 2 עבר in der Bedeutung ״passieren“ auch S. 141, 4 v. u. ist entweder ein Germanismus oder Italianismus, letzteres ist darum wahrscheinlich, weil die italienischen Formen mancher Eigennamen im Texte einen italienischen Bearbeiter vermuten lassen. Das gleiche gilt von 8 ,67 שלחו . . בעד » mandavano per und 2 ,83 קודם v. u. ־= avanti. — 76, 2 zwischen כי לא und את ה׳ fehlt יראנו vgl. Hos. 10, 3. 77,12 —־ st. נאמרה .1 אמרה; st. 7 ,80 —; .תפתחו .1 פתחו st. 1 והיה בית.