Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- VI (1902)
- Issue
- 5 (Sepbember-Oktober 1902)
- Date
- 1902-09-01
- Page
- Seite 141 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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141 wenn der Herausg. nicht andererseits in seiner Vorrede die Herausgebermaxime bekundete, seinen Codex ״witli tke fewest possible ehanges“ zu reproducieren, ein Verfahren, das er in einem angehängten Versuche von ״Corrections of the Arabic Text“ zu dem Geständniss steigert ״the editor has closely followed the Ms. and has allowed the pecularities of the Judaeo-Arabic Script to remain unchanged“. Diese den philologischen Ansprüchen nicht eben genügende Methode führt nun das Uebel mit sich, dass wir gegenüber diesem ״möglichst wenig“ oder überhaupt nicht emendierten Text den Vorteil entbehren, die Vorlage in ihrer natürlichen Gestalt vor uns zu haben, die uns die nach der Arbeit Wise’s erst notwendig scheinende Constituierung eines correcten Textes in sichererer Weise ermöglichen würde, als wir es. auf Grund von Schlüssen thun, die wir aus der nicht immer zuverlässigen Transscription auf die Gestaltung der Handschrift ziehen. Es wäre grausam, wollten wir den Herausg. für die auf Schritt und Tritt abgesprungenen diakritischen Punkte, durch die dem Leser nicht selten viel Verdruss verursacht wird, der bei sorgfältigerer Correctur zu vermeiden gewesen wäre, zur Verantwortung ziehen. Wir wollen uns nur mit den Uebelständen beschäftigen, die seine in dieser Ausgabe bethätigte Ansicht von der Transscription jüdisch-arabischer Texte mit sich führt, sowie auf einige evidente Editionsfehler eingehen, an denen nicht die in möglichst unveränderter Gestalt reproducierte Handschr. Schuld zu tragen scheint. Zunächst die Transscription. Bei aller Vorgesetzten peinlichen־ Treue in der Wiedergabe des graphischen Bestandes der jüdischen Vorlage (eine Treue, die in diesem Falle nicht immer Tugend ist), erfordert ein solches Vorhaben einige Disciplinierung der in jüd.- arab. Handschriften häufig etwas nachlässigen und inconsequenten Orthographie. Darin ist der Verf. zu wenig radical vorgegangen. Wir wollen es ihm nicht anrechnen, dass er mit der Hamzasetzung (wie p mit den Lesezeichen überhaupt) sehr geizig ist für J.-.W.5 10, 20; 18, 2. oLLs» für öLsiS» 18, 12; 27, 10 sind nur wenige Beispiele; 28, 25 hat der Verf. aus trotz des Metrums st. ijSA.jp» gemacht); entschieden störend sind aber die allzugetreuen Wiedergaben in Fällen wie <^50^11, wo man in Ermanglung jedes Lesezeichens nur i schwer ä erkennt (19, 15), oder für (20, 16; 25, 5); für (28, 4; 88, 24). Die jüd. Handschriften geben tesdidirtes j gern mit יי; das kann in arab. Transscription nicht nachgemacht werden (wie 15, 7 82, 9; 42, 20 &-^b5d!). Unzulässig ist die defeete Schreibung für — Ganz ohne Bemerkung sollten auch nicht die gegen die Regeln der Grammatik verstossenden Stellen bleiben, wie Indicativ nach (12, 22; 20, 8; 82, 18) und (46, 20). Dass in solchen Handschriften der Objectaceusativ und andere Aceusativrectionen nicht beachtet werden (10, 8. 10; 28, 14. 18; 24, 9; 88, 24), andererseits wieder Aceusativ für Nominativ geschrieben wird (14,12;