Mannheim
Compact Memory

Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1902-09-01 · 5 (Sepbember-Oktober 1902) · p. Seite 140

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
VI (1902)
Issue
5 (Sepbember-Oktober 1902)
Date
1902-09-01
Page
Seite 140 (sequence 12)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2254995-7565901-7600111--1180-2256124
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

140 Die Strafe ob eines Vergehens gegen Gott ist dop!)eit so gross, wie die gegen den leiblichen Vater (Gersonides a. a. 0.), wenn ein leiblieber Vater seine Tochter beschämt, so schämt sie sich 7 Tage: also dauert im ähnlichen Falle die Schande vor Gott 14 Tage! Auf eine Steigerung deuten ja auch die Worte: הלא תכלם שבעת ימים (folglich?) hin, sonst ist der ganze Satz überflüssig, und die Bibel hätte sich ihn wohl ersparen können. Wenn nun trotzdem die Doppelstrafe nicht erfolgt ist, obgleich Fehlschlüsse bei Gott ausgeschlossen sind, so hat uns offenbar Gott die Dajo-Begel lehren wollen: auf eine mittelst Conclusion festgesetzte Schuld keine grössere Strafe zu verhängen, weil wir ja dem Irrthume unterworfen sind, und im Urteilen leicht irren könnten. Demnach aber haben die babylonischen Amoräer den קו״ח wohlverstanden, und die Dajo־Regel ist uralt. — Dr. Grünhut (Jerusalem).] SERAPHIM, B., Soothssayer Balaam: or, transformation of a sorcerer into a prophet. London, Rivington, 1901. 392 S. 8°. SMITH, G. A., Modern criticism and the preaching of the Old Testament. London, Hodder and Stoughton, 1901. XII, 325 S. 8°. VOGELSTEIN, H., Die Anfänge des Talmuds und die Entstehung des Christentums. Vortrag geh. zu Königsberg 1902. Königsberg i. Pr., Ostdeutsche Buchhandlung, 1902. 28 S. 8°. WISE, STEPHENS., The improvement of the Moral Qualities, an Ethical Treatise of the eleventh Century by Solomon ihn Gabirol. New York, The Columbia University Press, 1901. IX u. 117 u. 47 (arab.) SS. 8°. [Der Verf. will mit dieser, als erster Band der von R. Gott 11 eil redigierten ״Columbia University Oriental Studies“ eingeführten Arbeit, dem seit langer Zeit gehegten Bedürfnis nach einer Ausgabe des arabischen Originals vom ethischen Werke des Ibn Gebirol (Tikkün middöth ha-nnefesch) entsprechen. Der auf Grund der einzigen Oxforder Hschr. veranstalteten Textausgabe geht (S. 1—28) eine litterar-historische Einleitung voraus, in welcher über den Charakter dieser Schrift des jüdischen Philosophen, über ihre Quellen, ihre Stellung in der ethischen Litteratur, ihr Verhältnis zu verwandten Schriften (namentlich den ״Herzens!)flichten“) sehr eingehend abgehandelt wird. — Der auf Grund des herausgegebenen Textes besorgten und von reichlichen Anmerkungen begleiteten engl. Uebersetzung (S. 29—108), folgt in Append. A. (S. 105—107) die Uebers. der Vorrede zur hebr. Uebersetzung des Jeh. ibn Tibbon, in Append. B. (S. 108—118) der Versuch eines Nachweises von Quellen und Parallelen zu den zahlreichen von Geb. citierten arabisehen Sentenzen und Sprichwörtern. Dazu könnte noch reichliche Nachlese gehalten werden, die uns hier zu weit führen würde. Da die Bemerkungen zu dem edierten Text den Raum dieser Zeitschrift in ausgiebiger Weise in Anspruch nehmen, werden wir, uns mit obiger Inhaltsangabe begnügend, nicht näher auf die in der Einleitung behandelten Fragen und auf die Quellennachweise eingehen, sondern uns lediglich auf Bemerkungen zur Textausgabe und Uebersetzung beschränken. W. hat seine mit hebr. Buchstaben, geschriebene Vorlage, von der auch eine photographische Probe beigefügt ist, in arabischen Buchstaben transscribiert, ein Verfahren, das wir nur billigen könnten.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.