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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1902-09-01 · 5 (Sepbember-Oktober 1902) · p. Seite 138

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
VI (1902)
Issue
5 (Sepbember-Oktober 1902)
Date
1902-09-01
Page
Seite 138 (sequence 10)
Language
German
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1BÖ la femme a l’eeole de Kami, fils de Samuel et de Rabbi Yitshac, fils de Rabbi Yehoudou a la fin du 2 me siede. Extraite du Talmud, traite de la ״Menstruation״ traduite et expliquee. Francfort s. M., J. Kaaffmann, 1901. 89 S. 8° M. 3• [Vgl. oben S. 125.] SCHWARZ,־ A., ״Der hermeneutische Syllogismus״ in der talmudischen Litteratur. Karlsruhe, J. Bielefeld, 1901. 192 S. 8°.- [In vorliegender Schrift begrüssen wir eine ganz gediegene Arbeit. Sie handelt über den קל וחומר — eine der 7 Hillel’schen und die erste der 18 von R. Ismael aufgestellten מדות, mittelst welchen die hl, Schrift aiisgelegt wird. Der Kal-Waehomer ist durch die ganze talmudische Literatur verbreitet, er ist Jedem, mit dieser Wissenschaft auch nur halbwegs vertraute, so bekannt, ״wie Mar Samuel die Strassen Nehardea’s bekannt waren.“ Und doch bietet er nicht geringe Schwierigkeiten. Schon ״an der monströsen Zusammensetzung eines Ad]ectivum oder meinetwegen eines Substantivum eoncretum mit einem Substantivum abstractum zu einem Kunstaasdrucke“, meint Schwarz ״kann Niemand gedankenlos vorübergehen“ (S. 8). Und nun erst die einseitige Benennung dieses Schlussverfahrens. Wir schliessen ja ebensowohl vom Leichtern auf das Schwerere, wie auch umgekehrt, vom Schweren auf das Leichtere; warum also heisst die Regel קל וחומר und nicht auch חמור וקל? (S. 15ff.). Schwarz glaubt nun zuvörderst an der Hand mehrerer Belege constatieren zu können, dass diese Auslegeregel vom Hause aus קול וחומר geheissen hat (S. 10). Was bedeutet aber, oder was besagt dieser Name, mehr als der frühere? Wodurch ist jetzt jene Schwierigkeit behoben? Darauf antwortet Schwarz, nachdem er zuvörderst alle Phasen des קו״ח durchgegangen ist: קול וחומר״ sind . . . genau solche Beziehungen für das Besondere und Allgemeine dem Umfange nach, wie es פרט וכלל für das Allgemeine und Besondere dem Inhalte nach sind.“ (S. 111 vgl. auch S. 110 unten). Wir haben es hier also mit einem Aristotelischen Syllogismus zu thun, dem es gar nicht auf Leicht und Schwer, sondern einzig und allein auf das Allgemeine und Besondere ankommt. Demnach ist es auch ganz natürlich, dass die Conclusion nichts mehr enthalten darf, als in den Prämissen enthalten ist. Das braucht nicht erst aus der Bibel bewiesen zu werden. Der Syllogismus hat sich jedoch erst später Eingang in die Schulen verschafft, in dem das ältere Schlussverfahren ״einfach ein Concludiren vom Leichtern auf das Erschwerte war“ (S. 127). Dass bei einer proportioneilen Steigerung die Conclusion über die Prämisse nicht hinausgehen darf, das muss allerdings bewiesen werden. Die babylonischen Amoräer also, die die ^1־Regel aus der Bibel deducieren, setzen die frühere Auffassung des Kol-Wachomer voraus (Ibidem). — Die ganze Arbeit ist in drei Teile geteilt: I. Der Kol - Wachomer; II. Die Entwickelungsphasen des Kol-Wachomer; III. Die Syllogistik des Kol-Wachomer, die zusammen in folgende 18 Kapitel zerfallen: Die Theorie des K. W.; die Refutation des K. W.; die Restitution des K. W.; die Amplification des K. W.; die Anticipation des K. W.; der Schluss in der Bibel; der Schluss im sopherischen Zeitalter; der hörmeneutisehe Schluss; der restringirte hermeneutische Schluss; die restringirende Form des herpieneutiÄchen Schlusses; der Schluss vom Besondern auf das Allge-*

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