Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- VI (1902)
- Issue
- 4 (Juli-August 1902)
- Date
- 1902-07-01
- Page
- Seite 114 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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114 — Schiebung (unübersetzt) findet sich zu VI, 3, zur Erläuterung der Angabe, dass David von Achitophel zwei Dinge gelernt habe; es ist dieselbe Erläuterung, die aus Maimuni’s Commentar und sonst׳ bekannt ist und auf den Traktat Kalla zurückgeht (s. Baer’s Siddur S. 291). Aus der nicht zu viele Verstösse gegen die Grammatik enthaltenden Punktation sei hervorgehoben, dass רבי durchaus רבי punktiert ist. Die üebersetzung schliesst sich genau dem Texte an, hat aber vielfach den Charakter der erklärenden Paraphrase. Nur einige Beispiele seien angeführt. Die ersten Worte des ersten Abschnittes (משר. קבל תורד. מסיני) werden so übersetzt: משה רבעו קבול כרד חורה ״) רא או שכינה כי אשגאר שד דר סיניUnser Lehrer Moses empfing die Thora von der Gottesherrlichkeit, die sich am Sinai offenbarte“). אנשי כנסת הגדולה (I, 1) wird so übersetzt: pvwo צד ביסת מתשכסאן ״) בית שניdie 120 ausgezeichneten Mitglieder des Sanhedrins des zweiten Tempels“). Der Ausspruch Josua b. Perachja’s (I, 6) lautet in der Paraphrase מוהייא (מוהייא .1) כק בראי 5דת סורכי דאנש מנד ופא בר .גא כק במרת המנשין ומפיקי 5ודא תרם והראן כס רא כה כרדאוש בר תו ״) מושתבה באשד דין מי בון אורא בכף וכותerwirb dir einen kundigen Lehrer, verschaffe dir einen gottesfürchtigen Gefährten und Genossen, und Jeden, dessen Thun dir zweifelhaft ist, beurtheile nach der Wagschale des Verdienstes“). Akiba’s Ausspruch (111, 15 הכל צפוי) ist so umschrieben: הר גונה ניך ובדי האיי אדם אשגאר אסת בר דרגאה הק ואכתיאר ניך ובד נמודן הם בנד אדם דאדה אסתי ודר וקת באו כאסת בטירת הרחמים עאלם דין טי שוד והר באו 5אםת ופורסש ועקובת כי אדם רא כוננד ״) במקדאר ניך ובד עמל הסתAlles Gute und Böse des Menschen ist vor dem Throne Gottes offenbar; das Gute und Böse zu wählen ist dem Menschen überlassen; zur Zeit der Untersuchung1) [des göttlichen Gerichts] wird die Welt mit der Eigenschaft des Erbarmens gerichtet; jede Untersuchung und Erforschung und Bestrafung, die den Menschen zu Theil wird, geschieht nach dem Maasse der guten und bösen Handlungen“). Der Ausspruch Ben He-He’s (V Ende: לפום צערא אגרא) ist so wiedergegeben: הרןד. כשדי המאן בודוי ״) ובקדר 3דטת דהנדת אגרalles was du säest, das erntest du, und nach Maassgabe des Dienstes giebt man dir den Lohn“). Von charakteristischen Uebersetzungen einzelner Ausdrücke seien folgende hervorgehoben: ןשות (I, 10; II, 3): ״) אהל דיואןdie Leute des Diwans“, der Regierungsbehörde). — בטל רצונך (H, 4): ״) באטל כק 5אהש שייטאן ראmache zu nichte den Wunsch des Satans“, *) כאז כאסת bed. requisitio, investigatio, dann: dies extremi judicii (Vullers I, 173 b).