Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- VI (1902)
- Issue
- 4 (Juli-August 1902)
- Date
- 1902-07-01
- Page
- Seite 99 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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GLASS, S., קינת סופרים, Trauerrede auf das Hinscheiden des ß. Simcha Bunem Schreiber. Zaleszczyki, 1902. (17) Bl. HALBERSTAMM, J.,דברי יחזקאל, Erklärungen zum Pentateuch, nebst Vorträgen für die Festtage. Podgorze, Druck v. S. L. Deutscher, 1901. 88 S. 4». HOBODEZKY, S. A., הגרן, Hagoren. Abhandlungen über die Wissenschaft des Judenthums. III. Buch. Berditschew, Scheftel, 1902. 225 S. 8°. [lieber Charakter und Tendenz dieser Sammlschrift s. meine Besprechung des II. Heftes in dieser Zeitschrift IY, 78. Das nunmehr vorliegende in. Heft übertrifft die ersten zwei an Umfang und Reichhaltigkeit. — Yom Herausgeber erhalten wir zunächst eine recht gute Analyse von Isaak Aboab’s des I. ״Leuchter“ (יצחק אבוהב הראשון n; p. 5—29) und eine Monographie über Gerson Aschkenasi Ulif, zuletzt Rabb. in* Metz, (ר, גרשון אשכנזי; p. 141—154). Ueber den ersteren s. jetzt auch noch Kayserling in der Jew. Encycl. 1,78, über den zweiten Abr. Cahen in RÄJ. YIH, 255. — Ueber Isaak Aboab IH da Fonseca handelt Kayserling und veröffentlicht ein Schriftchen von ihm u. d. T. זכר עשיתי לנפלאות אל; das Gedichte enthält, welche sich auf den Krieg zwischen Portugal und Holland in Brasilien beziehen (ח יצחק אבוהב השלישי תולדותיו ושיריו; p. 155—174). Eins dieser Gedichte, beginnend יושבי בכל תבל אמרים מרים, gehört in die Classe der Echogedichte, über die Kaufmann in dieser Zeitschrift I, 22 ff. gehandelt hat. Vgl. auch noch Jew. Encycl., 1. c. 74. — M. Friedmann setzt seine Untersuchungen über die Yerunreinigung der Hände durch Berührung der heilig. Schrift in einem H. Artikel fort (p. 30—39) und Bacher giebt wiederum treffliche Erklärungen zu einzelnen Stellen in Talmud und Midrasch (nr. 38—44, p. 40—45; zu nr. 38 vgl. REJ. 34, 315). — Die lehr- und umfangreichste Abhandlung ist die Epstein’s über die Halachoth Gedoloth (מאמר על ספר הלכות גדולות; p. 46—81), die zu folgenden Resultaten führt: Die H. G. sind ein Werk des Simon קיירא od. קיארא, der, woran keiner mehr zweifelt, nach Jehudai gelebt und etwa 825 geschrieben hat. Jehudai’s Halachoth Pesukoth und die Scheeltoth waren auch seine Hauptquellen. Simon’s Werk liegt uns in 2 Recensionen vor, und zwar ausser in der üblichen noch in einer anderen, die ה׳״ג של אספמיא genannt wird und nach der einzigen Yaticanischen Handschr. von Hildesheimer ediert wurde. Diese zweite Recension enthält viele spätere Zusätze und wurde etwa 900 redigiert, entweder, wie der Name weist, in Spanien, oder aber, was wahrscheinlicher ist, in Kairuwan. P. 175 heisst es nämlich u. A. וכן מנהג בני אפריקא כלה; was auch in einer Anfrage aus Kairuwan vorkommt (bei Harkavy, Stud. u. Mitt. IY, 97: מנהג כולה אפריקיא; der Name ה״ג של אספמיא würde also nur beweisen, dass diese Recension von Spanien aus verbreitet wurde). Dieses Resultat dürfte im Grossen und Ganzen den Thatsachen entsprechen und hoffe ich darauf demnächst bei einer anderen Gelegenheit zurückkommen zu können. Vorläufig sei nur bemerkt, dass קיירא od. קיארא; wie Epstein (p. 47 n. 2) und vor ihm schon Harkavy (1. c. 374) bemerken, keinen Ortsnamen bezeichnen kann (man würde dann sagen ר״ש מקיארא wie רב אחאי משבחא u. dgl.), vielleicht also ist es das arab. Pechhändler; dann dass die erste Quelle für die Worte