Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- V (1901)
- Issue
- 6 (November-Dezember 1901)
- Date
- 1901-11-01
- Page
- Seite 186 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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־^* 186 Endlich sei noch bemerkt, dass p. 124 Z. 4 v. u. wahrscheinlich das letzte Wort in ואלאנ[ו?)אר zu ergänzen sei, und dass ib. Z. 4 y. 0. ואלסעאני ein Druckfehler für ואלמעאני ist. II. Zu den wenig gekannten Commentaren Tanchum's gehört auch der zu Jesaja, von dem eine Handschrift, geschrieben 775 d. H. (= 1373/4), in Petersburg vorhanden ist. Aus dieser Handschritt (ob vollständig?) hat Harkavy in חדשים גם ישנים X, 24—25 drei Stellen mitgeteilt: zu 49, 17. 57, 4 u. 16. Ich bin indessen in der Lage über noch eine Handschrift dieses Comm. aus derselben Bibliothek, die 7 Jahre später als jene geschrieben ist, zu berichten. In dem handschriftlichen, provisorischen Oatalog wird der Comm. irrtümlich ibn Chiquitilla beigelegt (und darauf bezog sich die Mitteilung in Revue 41, 51 n. 2; Sep.-Abdr. p. 34 n. 2), und ich liess mir daher von demselben Copisten, der für mich die ob. p. 124 beschriebene Handschrift nr. 3676 abgeschrieben hat, eine Probe zukommen. Die Probe, die sich auf ein Blatt aus dem Comm. zu Jes. 11,10—14 sowie auf die letzte Seite erstreckt, hat mich aber sofort überzeugt, dass wir Tanchum vor uns haben. Wie mir der Copist mitteilt, besteht die Handschrift (deren Nummer er leider nicht angiebt) aus 87 Folioblättern, die in sehr schlechtem Zustande sind. Fast 1/3 ist ganz unleserlich, und auch in dem Rest sind viele Blätter unvollständig und sehr schlecht erhalten. Das Colophon lautet: וכאן אלפראנ מנה יום אלאאנ[ין תא]סע עשר ש... צמאדי אלאצר סנה ן׳ם׳ג׳ לקרן ז[עי]רה תני... סואפק לט״ו אלול סנד/ א׳ת׳דצ׳ב׳ לש[ט]יות ה. .. על יד העבד הצעיר הדל הח . .. הנמה הנכאה אשר רחמי צורו שואל עובדיה הד׳(?) בן יוסף הר, בן נתנאל הנכר2) כאלכאזרוני תנצביה אמן... אמן. Die Handschrift wurde also den 19 Gumäda II 783 d. H. 15. Elul 1692 contr. (und dies wäre September 1381)3), durch Obadja b. Joseph b, Nethanel al-Käzarüni4) beendet. Dass aber der Comm. 2) D. h. הידוע, entsprechend dem arabischen . . . אלמערון» ב. 3) Diese beiden Daten, d. h. das muhammedanische und das jüdische, stimmen nicht überein. Ueberdies kann ein muhammedanisches Datum einem jüdischen nicht um 4 Tage vor ei len, und ausserdem fiel weder der 19. Gu~ mäda nöch der 15. Ellul 1381 auf einen Montag. Es muss also irgendwo ein Fehler stecken. 4) Der Copist stammte also vielleicht aus Kaz&rün in Persien, s. Sujüti s. v. Ein Karäer Samuel b. Salomo b. Samuel b. Mose Kazarüni. hat das בתאב אלבלאג ואלדרוך des Samuel b. Chofni besessen (jetzt ms. in Petersburg, s. Harkavy, Stud. und Mitteil. III p. 30, n. 76; vgl. JQR. 13, 467). Ein Salomo b. David b. Abraham ibn al-Kazarüni hat im J. 1532 in Damascus ms. Br. Mus. or. 2521, enthaltend einen Teil von Jefet’s Psalmen- Comm., copiert (Cat. Margoliouth nr. 291; vgl. JQR. 12,131). Dieser war also wahrscheinlich ebenfalls Karäer. Ob auch der unsrige?