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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1901-07-01 · 4 (Juli-August 1901) · p. Seite 106

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
V (1901)
Issue
4 (Juli-August 1901)
Date
1901-07-01
Page
Seite 106 (sequence 10)
Language
German
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106 Kapitel: Ueber die Wirksamkeit der Babylonier im heil. Lande (S. 289ff.); die Zeit R. Jochanans, der nach dem Verf. erst 288 (nicht wie Scher, meint, 279' gestorben ist; die Richtigkeit der talmudischen Angaben über das Verhältnis Diacletians zu den Juden erwiesen nach den neuesten Forschungen Momsens (S. 840ff., gegen Grätz und Frankel); das letzte Amoräer-Geschlecht in Palästina war (gegen Frankel) gleichzeitig mit Abaje und Raba in Babylonien (S. 878 ff.); die Einführung unserer Kalenderordnung durch Hillel im Jahre 4119—20 d. W. (S. 894 ff.); die Lehrweise "in Babylonien, die von Grätz u. Weiss fälschlieh (weil sie den Ausdruck חדוד missverstanden) als eine *sophistische bezeichnet wurde, hatte im Gegenteil eine streng logische in das Verständnis des Gegenstandes tief eindringende Methode (S. 422 ff.) und war auch in Palästina hochgeschätzt (S. 480 ff.ג Rabba lebte nicht, wie nach einer fehlerhaften LA. (in Rosch Hasch. 18) angenommen ward, 40, sondern 60 Jahre; die Weisen Palästina^ und Babyloniens standen in stetem Verkehr mit einander durch die. נחותי, deren Beruf es war, stets von Palästina nach Babylonien und wieder zurück zu reisen, um die Lehren der Hochschulen des einen Landes denen des andern Landes zu übermitteln (S. 467 ff. , so dass alle Amoräer gleichsam in einunddemselben Lehrhause sassen und die Einheit der Lehre bewahrten (S. 484'; die Zeit Raba’s (der nicht, wie aus Kidduschin 72 hervorzugehen scheint, erst am Todestage R. Judas geboren ward) war die Zeit der Redaction des babylonischen Talmuds (S. 478 ff), dessen Abschluss durch Rab Aschi erfolgte (S. 480). Die Zwischenzeit zwischen der Vollendung der Redaction und dem Beginne des Abschlusses des Talmuds währte 19 Jahre, vom Tode Raba’s (852) bis zum Tode Rab Papa’s (871, nicht wie bei Scher. 876) und dem Beginne des Rectorats von Rab Aschi (S. 496 ff.'. Sowie bei der Redaction der Mischna es bestimmte Tannaim gab, die nach Beschluss der Methibtha unter Leitung des Präsidenten die Lehren in festgesetzter Form auswendig lernten und gewissermassen die lebendigen Bücher darslellten; ebenso war es bei der Redaction des Talmuds der Fall. Alle Verhandlungen, welche nach Beschluss der Gelehrten-Versammhing der Nachwelt überliefert werden sollten, sind von gewissen dazu bestimmten Gelehrten (כדרבא ,מסדרים) nach Anordnung der Methibtha in eine feste Form gegossen worden (S. 499 ff). — Der Unterschied zwischen Jeruschalmi und Babli wird in T. II S. 628 ff u. T. III S. 106 ff. ausführlich erörtert. Es existieren im Talmud viele talmudische Erörterungen und endgiltige Entscheidungen (סחם גמרא) . aus der Zeit der alten Amoräer (II S. 651 ff. III S. 116 ff). — Wir haben dasselbe Verhältnis hei der Mischna nachgewiesen in der Abhandlung ״die erste Mischna**). — Die Thätigkeit Rab Aschi’s in Gemeinschaft mit seinem Collegium beim Abschluss des Talmuds wird gezeichnet in T. II S. 562 ff, und T. III S. 80 ff. Dabei wird gezeigt, wie der Abschluss des babylonischen Talmuds in Wahrheit als ein allgemeiner Abschluss beider Talmude, sowohl dos jerusalemischen als des babylonischen, betrachtet werden muss (II S. 568). Die Generation des Rab Aschi, die von der Vorsehung zu diesem grossen Werke bestimmt war, hatte die aussergewöhnlich lange Dauer von 60 Jahren (II 600 ff.). Den endgiltigen Abschluss erhielt der Talmud erst durch Rabina II., der nach dem Verf. bereits im Jahre 4286 mundi starb, und nicht, wie man bisher nach der bei Scherira befindliehen Jahreszahl 811 (Sei.) annahm, im J. 4260. Zwischen 4235 und 4349 — also ungef. 115 Jahre — blühten die Säburäer, von denen die

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