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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1901-07-01 · 4 (Juli-August 1901) · p. Seite 105

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
V (1901)
Issue
4 (Juli-August 1901)
Date
1901-07-01
Page
Seite 105 (sequence 9)
Language
German
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106 achtet der Ausführungen des Verf. (S. 152 ff.\ dass dies Werk zu den Halachischen Midraschim (מכילתא מדות Waj. rabbac. 3) gehörte, ebenso wie der ספרא וספרי =) תנא דבי רב) aus der Schule des R. Akiba. Mein* als 60 תנא דברי״ש sind noch in der מכילתא דרי״ש und in Sifre Hum. (das ebenfalls der Schule R. Ism's angehört'» zu finden. Ausflihrliches hierüber vgl. in m. Einl. in die Hai. Midraschim und לקוטי מכילתא nebst לקוטי בתר לקוטי zu Deut. Betreffs der hal. Midraschim vgl. noch ״die erste Mischna“ S. 5—12; vgl. noch Kiddusehin 49a. Höchst interessant ist der Abschn. בבל וארץ ישראל (S. 162 ff.), besonders die Aufzählung der babylonischen Tannaim, wobei nur der Yerf. merkwürdiger Weise R. Josef (oder איסי בן יהודה) Hababli aus Huzal vergessen hat (vgl. über diesen m. Einl. in hal. Midi*. S. 38 f.).נ) — Unerklärt bleibt auch nach den Ausführungen des Yerf., warum gewisse Tannaim nur in den Midraschim der Ismaelschen Schule (Mech., Sifre Hum., Mech. zu Deut.), nicht aber in denen dei* Akiba’sehen Schule (Mech. דרשב״י, Sifra, Sifre sutta u. Sifre Deut.'» Vorkommen, ebenso wie in Mischna u. Tosefta (vgl. hierüber m. Einl. 1. c. und ״Magazin“ 1884 S. 18 ff.). Der Sifra z. B. stimmt mit R. Joschija überein im דבור 20,8 רחובה (B. Mez. 54a' und 4,9 אחדי Joma 58a); dort wird aber weder die divergirende Ansicht des R. Jonathan, noch der Haine R. Joschija genannt. Die talmudisehen Baraitha’s sind wahrscheinlich einer Mech. דרי״ש zu Lev. entnommen ivgl. Einl. in hal. Midr. S. 72 ff.). — Lichtvoll und überzeugend ist die Darstellung und Erklärung der vom Babli und Jeruschalmi erzählten Begebenheit über die Thätigkeit Chanania’s, des Bruderssohnes des R. Josua, die von den neuern Ge- Schichtschreibern so entstellt wiedergegeben wurde, dass diese Thatsache das schreckliche Bild eines Schisma’s unter den Tannaim darbot. Hach der Darstellung des Yerf. gewährt uns diese Begebenheit ein erhebendes Beispiel von der uneigennützigen, nur auf das Wohl ihres Yolkes gerichteten Wirksamkeit unserer Mischnalehrer; zugleich verschwindet vor uns die scheinbare Differenz zwischen Babli und Jerusch., und die eine Quelle dient nur der anderen zur Ergänzung und Erläuterung (H 190 ff.). Die endgiltige Wanderung Rab’s nach Babylonien und die Gründung der Methibtha zu Sura setzt der Yerf. in die letzte Zeit R. Juda Hesia’s I, nicht in die Zeit Rabbi’s, wie bisher geschehen. Er corrigiert deshalb וביומי דרבי נחת רב לבבל bei Scher, in וביומי ד ח יהודה נשיאה נחת וכי׳. Beweisen lässt sich diese Correctur nicht, wie Yerf. meint; denn die Worte בתר רבי nach ר, שילא wären auch gerechtfertigt, wenn R. Schela in den letzten Tagen Rabbi’s und noch lange nach Rabbi ריש סידרא gewesen wäre. Da nun R. Abr. Ihn Daud auch בסוף; ימי רבנו הקדוש ירד רב לבבל hat, so wird man die Corr. des Yerf. schwerlich acceptieren. Seiner Annahme könnte man nur beipflichten mit dem Hinblick auf dessen Worte S. 215 Anm. 17), dass man hinsichtlich der Geschichte der talmudisehen Zeit auf die Primärquellen zurückgehen müsse, ohne auf die Angaben Scherira’s Rücksicht zu nehmen, wenn diese mit jenen Quellen nicht übereinstimmen. Dass die Gründung der Hochschule zu Sura erst im Jahre 219) תק״ל) stattgefunden, dürfte allgemein zugestanden werden. Treffend weist Yerf. nach, wie hellleuchtend die Gestalt des Judentums in Babylonien vor unsern Augen erscheint, noch bevor die geschichtlichen Ereignisse den Schwerpunkt der jüdischen Hation dorthin verlegt hatten. In der folgenden Darstellung der Amoräerzeit seien besonders hervorgehoben die l) R. Joschija hatte auch eiuen gesetzkundigen Vater, Sifre Deut. 355,

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