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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1901-07-01 · 4 (Juli-August 1901) · p. Seite 104

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
V (1901)
Issue
4 (Juli-August 1901)
Date
1901-07-01
Page
Seite 104 (sequence 8)
Language
German
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104 geführt (vgl. m. Einl. in Hai. Midi*. S. 22 f.). Die מכילתא דרשב״י (die ich eben im הפלס zu veröffentlichen beginne; enthält alle im Talm.' cit. תנא דבי חזקיה zu Exod., scheint also von Chiskija redigiert zu sein (gegen Halevy S. 292 ־. Es ist dies wahrscheinlich der Sifre des Talmuds und der Geonim zu Exod. (vgl. Einl. in Hai. M. S. 36 u. 45 ff.). Nun sind sicherlich ת״כ und die מכילתא דרשב״י nicht blos Commentare zur Mischna. In B. Mezia fol. 34 a werden zwei Baraitha’s, die in unserer Tos. nebeneinander stehen, als von den תנאי דבי ר״ח ור״א בהדי הדדי תניא erklärt. Danach wird die Annahme, unsere Tos. sei von ר״ח und ר״א redigiert, nicht ganz unbegründet sein (vgl. auch א״ז IS. 39).ו) Jedenfalls kann die Behauptung, dass ד״ח ור״א u. s. w. keine selbständigen Baraitha’s redigiert, sondern niu* Commentare u. Ergänzungen zur Mischna Rabbi’s verfasst haben, nicht ganz aufrecht erhalten werden. Richtig ist, dass jene Baraitha’s vom Talmud nur wie Commentare u. Ergänzungen gebraucht werden: ומאן דמעיין בהו במאן דמעיין בפירושי או בלישני רויחי (Scher. 1. c.). Deshalb wird die Bar. oft vom Talmud gekürzt und als Commentar resp. Ergänzung der Mischna angeführt. Es kann dies hier nicht weiter ausgeführt werden. Es sei noch zu Halevy II S. 125 betreffs des jerusch. Pesachim 10, 3 folgendes bemerkt. Verf. liest dort mit Recht im Jerusch. כהדא דב״ק und erkl. mit dem פ״מ, Resch Lakisch folgt der Ansicht des Bar Kappara, die gegen unsere Mischna ist. Nun erscheint es uns höchst auffällig, dass B. K. gegen eine Mischna, die schon zur Zeit des Tempelbestandes redigiert war, controversieren sollte. Hat aber B. K. das, was in der Mischna* * 5" steht, etwa nur als Brauch, nicht als חיוב betrachtet, wie kann dann der Jer. von der Baraitha sagen פליגא על בר קפוא, es könnte doch die Bar. ebenfalls von einem Brauche sprechen. Es ist also notwendig anzunehmen, B. K. habe in der alten Mischna eine andere L. A. gehabt, was folgende Beobachtung bestätigen wird. Die Frage שבכל הלילות .אנו אוכלין שאר ירקות הלילה הזה מרור fehlt in der Mischna des Jeruschalmi, auch bei רי״ף und רא״ש und in Handschriften (vgl. Rabbinowitz). Es ist also höchst wahrscheinlich, dass diese Frage in der Mischna des B. K. anstatt der טיבול-Frage stand. Die Mischna hatte nur 3 Fragen, entsprechend den 3 Geboten פסח מצה ומרוד. Die dem מרור entsprechende Frage ist nun in der uns vorliegenden Mischna in 2 Yersionen enthalten, deren eine Rabbi, die andere B. K. angehört. Es ist also die Hypothese, dass mitunter in unsere Mischna Zusätze aus der M. des B. K. hineingekommen sind, nicht ganz von der Hand zu weisen (vgl. Ramban zu Ab. sara 37 a\ Dass oft Zusätze aus der Tosefta in die Mischna gekommen sind, habe ich im ״Magazin“ 1882 S. 156 f. gezeigt. Hinsichtlich des תנא דבי ר׳ ישמעאל glaube ich, unge- Zusätze des R. Chi ja zu den Worten des altern Tanna (Abba Sani) kenntlich gemacht. Ueberein ähnliches Verfahren in der Mischna vgl. »Magazin1884 ״ S. 89 ff. Vgl. ferner das. S. 126 einen Beweis für die von ראשונים ausgesprochene Ansicht, dass R. Cbija die Tosefta redigiert hat. 2) Die besonders ausführliche Tosefta zu פ, איזהו נשך wird im Talmud (B. Mez. 62 b) רבית דבי ר״ח genannt, wie ich bereits in der Einl. zu m. Commentar über Mischna סדר נזיקין bemerkt habe. Baraithoth des ר״ח in der Tosefta vgl. noch ausserdem Sabbat 14ib, Erubin 9 b, Pes. 80 b vgl. 81b, Jebamoth 83 b, Sehebuoth 40 a, Bechorot 21b, Chulin 75 b, Nidda 17 b. Indessen geben wir zu, dass sehr viele Baraitha’s des R. Chi ja Commentar ־Baraitha’s (ברייתות מפרשות) sind; in dieser Beziehung steht die Behauptung des Verf. uner־ schütterlich fest.

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