Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- V (1901)
- Issue
- 4 (Juli-August 1901)
- Date
- 1901-07-01
- Page
- Seite 100 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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100 träge ergeben, da in. den Text des מדרש הגדול .viele Jelamdenu-Stücke eingeschoben sind; ich zählte bei flüchtigem Durchblättern von 30 Seiten 10 solche. Am Schlüsse der Einleitung^ wendet sich G־. gegen Isr. Levis Besprechung des 8. Heftes ס״ה (R. E. J. 38. p. 316f.) Ich glaube, seine Hypothese ZfHB. IY 98 ff endgültig widerlegt zu haben. Was Raschi zu Prov. 20,24 aus סדר עולם citiert, findet sich in allen besseren Hss. desselben in C. 22. — A. Marx7• BALEVY, J., דורות הראשודם, Die Geschichte und Literatur Israels. II. Teil. 2 Hälften. Umfasst den Zeitraum von der Beendigung der Mischnah bis zum Abschlüsse des Talmuds. Frankfurt a. M., J. Kaufmann, 1901. VII u. 619 S. 8°. M. 6.50 [Bereits im Jahre 1897 ist der HI. Teil dieses höchst bedeutenden Werkes erschienen, der ״den Zeitraum vom Abschlüsse des Talmuds bis zu den letzten Gaonim“ umfasst. Die Hälfte dieses dritten Teiles (S. 1—146) behandelt die Geschichte des Abschlusses des Talmuds; wir wollen daher bei dieser unserer Besprechung des zweiten Teiles auch die erste Hälfte des dritten Teiles berücksichtigen. Das Werk ist eine Frucht gründlicher Forschung in den Urquellen der talmudisehen Geschichte. Der Verfasser ist vorsichtig und gewissenhaft in seinen Urteilen. Man wird gerne seiner Versicherung (HI S. 37) Glauben schenken, dass er nicht eine Apologetik zu schreiben, sondern nur durch Tiefe und eingehende Forschungen die Wahrheit zu finden beabsichtigt hat. Seine Methode, den Leser gleichsam mit sich in den Quellengebieten umher zuführen, auf dass er nach einem richtigen Einblick in das• Innere derselben sich selbst ein Urteil bilde, ist be-' sonders anerkennenswert; und die Breite und Ausführlichkeit, mit der jede Frage hier erörtert wird, ist für den Leser nicht ermüdend, vielmehr wirkt sie oft aufklärend und überzeugend, jedenfalls aber anregend und belehrend. Einen grossen Teil des Werkes nimmt die Polemik gegen Grätz, Weiss und Frankel, zum Teil auch gegen Rapaport ein, indem der Verf. mit Recht sich entrüstet über die Leichtfertigkeit, mit der, namentlich Gr. u. W., die jüdische Geschichte geschrieben. Andere Schriften werden zumeist nicht citiert und scheinen dem Verfasser nicht bekannt zu sein. Nun behauptet der Verf. selbst, und mit Tollem Rechte: Die Wissenschaft der Geschichte der Israeliten befindet sich noch im Alter der Kindheit (חכמת דברי הימים לבני ישראל היא עוד בטל ילדותה, Vorrede zu T. HI; עוד באביב ימיה, Vorr. zu T. n.). In einem solchen Stadium bedarf eine Wissenschaft dringend gründlicher Vorarbeiten und Monographieen, und grosse Werke, die ohne genügende Vorarbeiten geschaffen werden, sind naturgemäss mit vielen Mängeln behaftet, wie dies unser Verf. so schlagend bei Grätz und Weiss nachgewiesen hat. Um so mehr wäre es für Herrn Halevy gerathen erschienen, alle diesbezüglichen Einzelarbeiten kennen zu lernen, um etwas Vollkommenes zu schaffen. Wenn z. B. Halevy in dem Cap. בבל וארץ ישראל (II169 ff.) gegen Rapoport erörtert und begründet, dass die Pflege der Traditionslehre in Babylonien lange vor Errichtung der Hochschulen daselbst durch Rab und seine Zeitgenossen stattgefunden, so wäre es am Platze gewesen, seiner Vorgänger in dieser Ansicht, R. Hirsch Chajut (im אגרת בקורת) und Fürst (in Culturu. Lit.-Geschichte der Juden in Asien) Erwähnung zu thun. Wenn der Verf. (T. H S. 3 ff.) ausführlich nachweist, welchen grossen Irrthum Grätz begangen hat, indem er aus einigen Agada-Stellen entnehmen zu können glaubte, dass R. Simon