Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- V (1901)
- Issue
- 3 (Mai-Juni 1901)
- Date
- 1901-05-01
- Page
- Seite 73 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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RABIN0W1TSCH, E., ציון במשפט או השקפה רבנית, Der .Zionismus~in seiner Stellung zum Judenthum. Beleuchtung des zweiten Baseler Zionistencongresses. Warschau, Verlag des Verf.’s, Rabbiner in Poltawa (Russland), 1899. 128 S. 8°. SAADJA BEN JOSEF AL-FAYOÖMI, תרגום ספר איוב, Version arabe du livre de Biob . . . publiee avec des notes hebraiques par TT*. Bacher. Accompagnee d’une traduction fran§aise d’apres l’arabe par J. Derenbourg et H. Derenbourg. Paris 1899. X, 122 S. (hebr. - arab. Text), XXIII, 68 S. (französicher Text). 8 °. [Mit diesem Werke, das den Y. Band der von dem verewigten Joseph Derenbourg in Angriff genommenen Gesammtausgabe der Werke des grossen Gaon bildet, ist ein sehnlicher Wunsch aller Freunde der.jüdisch-arabischen Literatur erfüllt. Das Erscheinen dieser Ausgabe ist um so freudiger zu begrüssen, als sie von der Meisterhand Bacher’s besorgt ist, dessen Name allein für eine in jeder Hinsicht gute Bearbeitung bürgt. Durch die rastlosen Bemühungen des verklärten geistigen Leiters des Saadia ־ Unternehmens, zu * denen sich die hingebende, verständnissvolle Arbeit des leider so früh der Wissenschaft entrissenen Salomon Fuchs gesellte, war der Herausgeber in den Stand gesetzt, ein sehr reichhaltiges handschriftliches Material, z. T. auch aus den in Oxford u. Paris befindlichen Geniza-Schätzen, zu benutzen und so eine Ausgabe zu bieten, welche die Mängel der auch Saadia’s Vorrede entbehrenden Edition von John Cohn (Altona 1889) in glücklicher Weise beseitigt. ' Auch aus dem bereits vielfach bearbeiteten God. Hunter 511 in Oxford konnte Bacher noch zwei Saadia angehörende Stellen bieten, u. zwar zu XV, 20 und XVI, 17, die in der französischen Vorrede p. XVHI veröffentlicht sind. Bacher giebt in der hebräischen •Vorrede Näheres über die von ihm benutzten Mss. und Fragmente; ibid. p. IX constatiert er auch, dass sowohl von der Einleitung, wie von dem Commentar Saadias eine längere und kürzere Becension in Umlauf waren. Den Text selbst begleiten sowol reichhaltige Angaben der Varianten, wie auch eine recht genaue Wiedergäbe von Saadias Uebersetzung und Coinm. in hebr. Sprache nebst Hinweisen auf das Vorkommen von S’s Erklärungen bei späteren Autoren. Der franz. Uebersetzung, die sich ganz an Saadias Text anschliesst, geht eine Einleitung, voraus, die im ersten Teil mit Saadias Methode im Allgemeinen, im zweiten mit dem Hiob commentar insbesondere sich beschäftigt, während der dritte Teil einer Würdigung der wissenschaftlichen Verdienste Joseph Derenbourg’s gewidmet ist, dessen letzte Thätigkeit u. A. auch der gegenwärtigen Hiobausgabe galt. In der Einleitung bespricht Saadia den Begriff der göttlichen Gnade, die sich auch in der Züchtigung des Menschen zeigt. Diese verfolgt drei Zwecke: Den Menschen noch mehr zu veredeln und zu ' belehren, ihn von der Sünde zu befreien und ihn Prüfungen zu unterwerfen, um ihn dann dafür zu belohnen. Letzteres ist die Ansicht Elihus im Gegensatz zu der der drei älteren Freunde Hiobs, welche dessen Heimsuchungen nur als Strafe für Vergehen darstellen, da Gott Niemanden zu Unrecht züchtigt. In diese Meinung Elihus klingen auch aus die Worte der göttlichen Antwort. Das Buch Hiob verfolgt den Zweck, uns beim Eintreten von Leiden darauf hinzuweisen, dass