Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- V (1901)
- Issue
- 3 (Mai-Juni 1901)
- Date
- 1901-05-01
- Page
- Seite 67 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Propheten (8. weiter nnten); 4) David Kimchi (auch zu den Psalmen, aber selbstverständlich nach den gekürzten eensurierten Ausgaben); 5) Gersonides (auch zu Esra-Nehemia und Chronik, die Mortara zuerst nach einer Handschrift in Mantua in אוצר הספרות Bd. II veröffentlicht hat; dagegen fehlt der Comm. zu Daniel); 6) Norzi’s 7 *;מנחת שי) Der Doppelcommentar מצודת דוד und מצודת ציון des David Altschüler; 8) Glossen des Jesaja Berlin (sind auf dem Titel angekündigt, aber nicht vorhanden) und 9) תולדות אהרן des Aron aus Pesaro. Das meiste Interesse *bietet selbstverständlich der Comm. des Josef Kara. Er ist nach einer Handschrift aus dem Jahre 1268 ediert, deren Kolophon lautet: אני אליהו בר, יוסף כתבתי זה הפירוש מר, יוסף קרא כ״ח לפרט לר' נתנאל ה, יזכהו לבנים ולבני בנים עוסקים בתורה ובמעשים טובים חזק ונתחזק הסופר לא יזק. Die Herausgeber sagen uns aber nichts über die Provenienz der Handschrift. Indessen sind auch hier, wie in allen Handschriften dieser Art, nicht alle Comm. von Kara. Zu Jos., Jud. u. Könige enthält die Handschrift den Comm. Raschi’s, selbstverständlich wie überall auch hier mit einigen Varianten und Zusätzen. Die Herausgeber dachten, dass zu diesen Büchern der Comm. Kara’s mit dem Raschi’s übereinstimme und haben sich daher, dem Rate eines bedeutenden Mannes folgend, wie sie sich ausdrücken, auf den Abdruck dieser Varianten und Zusätze beschränkt. Ihre Worte lauten: א״ה בגשתנו אל המלאכה להעתיק פי׳ כהר״י קרא מתוך הכ״י מצאנו ראינו כי פירושו על יהושע שופטים ומלכים שקול ישקל בפלס אחד עם פירש״י ז״ל ... ורק שינויים קלים ימצאו ביניהם . . . וכראותנו זאת אמרנו עם לבבנו . . . הן פירש״י . . . גלוי ומפורש לכל ומה נוסיף עוד על כן גזרנו אמר (אחרי אשר נועצנו את אחד גדול וצדיק) להעתיק אך את השינויים . . . את הדברים אשד סגנונם נראה משונה מעט מפירש״י ואת אשר הוסיף עליו וכד. — Der Comm; zu Samuel ist nun, wie man aus einigen bisher bekannten Proben schliessen kann, mit Cod. Saraval 27 (jetzt Cod. 104 der Breslauer Seminar-Bibliothek) identisch und ist also nicht von Kara (8. Einstein in Berliners Magazin 1886 p. 225; der echte Kara ist in Cod. Kirchheim, der ebenfalls jetzt Eigentum des genannten Seminars ist, enthalten). Der Commentator lehnt sich sehr oft an Raschi an, den er mehrere Mal (I, 2,22.30. 4,19. 9,13.24 usw.) als רבעו anführt, citiert zu I, 20, 38 seinen Lehrer R. Jacob, unter dem vielleicht R. Tarn zu verstehen ist, giebt zu 1, 18, 10 eine ihm mündlich mitgeteilte Worterklärung im Namen des Eleasar aus Verona, der ein Schüler des ר/,י הזקן gewesen ist (s. Michael אור החיים p. 238), nennt noch einige andere Autoren und hat wahrscheinlich auch Kara benutzt (s. Porges, Monatsschr. 1883, p. 170—171). — Der Comm. zu Jesaja ist, wie aus den Proben bei Littmann (Josef ben Simeon Kara, p. 26—32) ersichtlich, mit Cod. Kirchheim identisch, obwohl auch hier gegenseitige Kürzungen und Zusätze vorhanden sind. Dukes und nach ihm Littmann halten diesen Comm. für das Werk eines Späteren, der Kara stark benutzt hat, denn es heisst zu 34,16: וכך פירש ר׳ מנחם גר חלבו ור׳ יוסה בר שמעון אומר. In unserer Edition lautet aber die Stelle: כך פירש [ח] מנחם אחי אבא ואני המפרש יוסף בר שמעון אומר und ebenso in Cod. München 5 (s. Hebr. Bibliogr. XIV, 129 1. Z.; vgl. Steinschneiders Cat München, 2. Aufl., p. 2). Ebenso heisst es zu 2, 22: . . . פתר בו אחי אבא ד׳ מנחם בי*ר חלבו . . . אבל לפי פשוטו והילוכו אני אומר המפרש יוסף בי״ר שמעון, und auch sonst nennt er Menachem b. Chelbo seinen Onkel (zu 5, 5. 13, 2. 29,19 u. 38, 10). Der Comm. ist nun Jedenfalls echt, nur scheinen viele Stellen, die ganze Stücke aus dem Midrasch enthalten, spätere Interpolationen zu sein. — Der Comm. zu Jeremia ist, abgesehen von einigen Varianten, Omissionen und Zusätzen, mit ed. Schlossberg (Paris