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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1901-03-01 · 2 (März-April 1901) · p. Seite 41

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
V (1901)
Issue
2 (März-April 1901)
Date
1901-03-01
Page
Seite 41 (sequence 9)
Language
German
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41 zufassen, die vielleicht bei Saadia und seinen Nachfolgern dem Bestreben entsprungen ist, den arabischen Juden die Gleichartigkeit der heiligen Schrift- und des Arabischen möglichst scharf vor Augen zu führen. (Man beachte, dass diese Eigentümlichkeiten sich in den Bibelübersetzungen finden). Dies beweist nicht blos der Umstand, dass die klassischen ar.-jüd. Schriftsteller, z. B. Maimonides, Jehuda Halevi u. A. völlig davon frei sind, sondern vor allem wäre die Hebräisirung des Arab. höchst auffällig zu einer Zeit, da die Kenntnis des Hebräischen äusserst gering war und da umgekehrt die Arabisirung des Hebr. uns selbst bei den besten hebräischen Stilisten entgegentritt. Eine andere Eigenheit Saadia’s ist seine Vorliebe für dunkle und wenig gebrauchte Ausdrücke aus der elluga elfasifia, mit denen er seine Uebersetzung spickt, — eine Eigenheit, in der er sich mit seinen arabischen Zeitgenossen berührt. Trotz dieses Bestrebens ist der Stil Saadia’s schlecht 1). Er lässt sich weder mit der glänzenden Diction Ihn Ganah’s, noch mit der flüssigen Schreibart des Kusari, noch endlich mit dem scharf geschliffenen Stil des Maimonides vergleichen. Speziell diesem gegenüber tritt schon in diesem äusseren Umstand der tiefe innere Gegensatz hervor, der zwischen dem hellsten Kopfe des Judentums und ״einem der neuern Gelehrten, die an der Kalämkrankheit laborierten“2), bestand. Die grammatischen Eigentümlichkeiten sind die aus den anderen jüd.- arab. und auch zum Teil echtarab. Schriftstellern bekannten. Manches erklärt sich durch das moderne Vulgärarab. Zu Note 25 (p. 58) vgl. Spitta, Gramm,, des arab. Vulgärdialekts von Aegypten S. 287. Note 2 (p. 68) liegt ein Missverständnis vor. Die Form der 8. ps. fern. pf. auf ät kommt unzählige Mal bei Maim. vor, aber nur von tert. wäw u. jod (es ist dies eine Eigentümlichkeit des maghribinischen Arab., vgl. Stumme, Gramm, des tunis. Ar. Lpz. 1896 p. 19 u. Wiener Ztschr. für die Kunde des Morgenlandes Bd. VHI, Nöldekes Aufsatz über Stummes tunis. Märchen). Weills וצלאתד״א kommt nicht von וצל, sondern von צלי. Drei weitere stückweise Bearbeitungen der Psalmenübersetzung von 8 verschiedenen Autoren werden uns in der Einleitung in Aussicht gestellt. So sehr es einerseits erfreulich ist, dass sich junge Kräfte der weit mehr als historisches Interesse beanspruchenden jüdisch-arabischen Literatur widmen, so sehr ist es andererseits zu beklagen, dass auf diesem Gebiete an Stelle grösserer und abgerundeter Leistungen immer mehr eine fragmentarische Thätigkeit tritt. Möge sich der Verfasser nicht mit dem vorliegenden specimen eruditatis begnügen, sondern in umfassender Weise auf einem Felde zu arbeiten fortfahren, welches uns mehr als tote archäologische Funde eine frische Ernte verheisst. J. Friedländer]. BEBBER, H., Chronologisch Handbockje voor de Geschiedenis der Joden. Amsterdam, J. L. Joachimsthal, 1896, VI, 28 S. 8°. BERTHOLET, ALFRED, Die israelitischen Vorstellungen vom Zustand nach dem Tode. Ein öffentlicher Vortrag. Freiburg i. Br., J. C. B. Mohr, 1899. 31 S. M. 0,80. נ) Man vgl. Goldziher, ZDMG. Bd. 86 über Saadia’s Kitäb al-Imänät w’al rtiqädät ed. Landauer. 2) Acht Kapitel ed. Wolff, p. 44 Z. 1. Maim. über Saadia,

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