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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1901-01-01 · 1 (Januar-Februar 1901) · p. Seite 14

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
V (1901)
Issue
1 (Januar-Februar 1901)
Date
1901-01-01
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
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14 brannte Jude Ephraim mit seinem Zunamen Yerpa geheissen hat. Der Yerf. hat die Quelle seiner Gelehrsamkeit diesmal nicht allein verrathen, sondern auch in extenso im Texte wiedergegeben. Und da stellt sich denn für den des Lateinischen Kundigen ohne weiteres Nachschlagen sofort das Ergötzliche heraus,, dass Yerf. das spätlateiniselie Schimpfwort ״yerpa“ (״der Beschnittene“) bei Yogel 1. c. als einen• Familiennamen aufgefasst hat! S. 46: ״Ueber den damaligen Aufenthalt der Juden während der Messzeit berichtet ein Leipziger Chronist“ u. s. w. Was ist nun unter dem damaligen Aufenthalt zu verstehen? Unmittelbar vorher ist 1621 das am weitesten vorgeschobene Datum, die Chronik aber mit dem Bericht über den Brühl, ״wo itzt Messzeit die Juden ihr Quartier nehmen“ ist nach der Angabe des Yerf. (in der Fussnote das.) vom Jahre 1778. Und wenige Zeilen weiter im Zusammenhange mit dem Yorhergehenden ist wieder von einem Ereignisse des Jahres 1502 die Rede. Da werde einer klug daraus! Nebenbei bemerkt, hat dieses Ereigniss, die Taufe eines sog. Rabbi, nicht, wie Yerf. abschreibt, 1502 sondern schon 1494 stattgefunden. Was aber weiter über einige Apostaten erzählt wird, ist, da Yerf. die Hauptquelle für diese Berichte, Yogel, Leipz. Chronik, nicht eingesehen hat, von Anfang bis zu Ende der Berichtigung bedürftig. Dabei wird Yogel vom Yerf. auf derselben Seite aus zweiter Hand (einer Leipziger Chronik von 1778) angeführt! — S. 48 ff: Die Judenordnung vom 20. Nov. 1681 ist recht mangelhaft ausgezogen. Was bedeutet z. B. S. 49, Z. 2: 17. ״Alte Kleiderjuden“? Ob wohl einer errathen würde, was hier zu ergänzen ist: ״werden nicht geduldet“? S. 48 Z. 14 v. u. muss es statt ״Pferdejungen“ heissen: ״Pferdejuden“. — Das Folgende, die zweite Hälfte des Buches, ist zwar weit weniger durch grobe Fehler verunstaltet als das Vorhergehende, aber dafür sind auch die Vorarbeiten Sidori’s uad Lehmanns aufs reichlichste benutzt, das Ganze bis auf die letzten Blätter nicht viel mehr als ein Conglomerat von Excerpten und Citaten. Doch genug der grausamen Kritik, die dem Buche . . gewiss erspart geblieben wäre, wenn der Yerf. nicht selbst in etwas praetentiöser Weise von einer gewissenhaften Zusammenstellung seiner Forschungsergebnisse gesprochen und dadurch die wissenschaftliche Kritik zu einer unbefangenen Prüfung herausgefordert hätte, die zu einer schroffen Ablehnung geführt hat. Wir haben nichts gegen oberflächlich gearbeitete Bücher, die in gewissen Kreisen trotzdem mit Nutzen gelesen werden mögen. Wir geben auch gern zu, dass der Verfasser auf anderem Gebiete Tüchtiges und Verdienstliches leistet, können aber im Namen der jüdischen Geschichtswissenschaft hier nur abweisend sagen: Ne sutor supra crepidam! Porges.] POZNANSKI, S., Tanhoum Ycrouschalmi et son cororacntaire sur le livre de Jonas. Paris, Duriachcr, 1900. 44 S. 8° [Extrait de la Revue des fetudes Juives Tomes AL—XL1]. [Aus den Commentaren des leider so wenig beachteten Tanbüm aus Jerusalem hat P. v. Kokowzoff im Jahre 1897 in der Muzaffarijja, einer von Schülern des Baron* v. Rosen herausgegebenen Sammelschrift, den Commentar zu Jona nach einer Petersburger Handschrift, unter gleichzeitiger Benutzung des Oxforder Ms. veröffentlicht, begleitet von einer russischen Uebersetzung nebst erklärenden Noten, und als Anhang ein Stück aus Tanbum’s Comm. zum Hohen Lied, in dem die allegorisierende Exegese dieses biblischen Buches besprochen wird, letzteres

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