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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1901-01-01 · 1 (Januar-Februar 1901) · p. Seite 6

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
V (1901)
Issue
1 (Januar-Februar 1901)
Date
1901-01-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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6 werden. Ich erinnere nur an die axoa a\pCc in der enthusiastischen Schilderung der Seligkeit stufenweisen Vordringens in die Höhen der Erkenntnis bis zum /ufyccg ßaailsig in de op. m. (p. 16M.), u. an die ovqavta axpCg im Phaedros, die den Weg der seligen Götter zu uns in ähnlicher Weise bezeichnet. Aber ״mächtiger als in der einfachen Aufnahme von (Worten und) Gedanken zeigt sich die Einwirkung Platons in der Veränderung, welche diese Ideen durch die Verbindung mit anderen Philosophemen und mit dem Texte der h. S. erfahren.“ ״Wenn die Schrift von der Weltbildung ganz besonders an den Tag zu legen scheint, in wie hohem Maasse Philon platonische Gedanken einfach übernimmt und auf Kosten des wahren Sinnes der Schrift in das Bibelwort hineinträgt, so zeigt sie eben gerade hinsichtlich des y.oafxog vorjrog, dass er doch nicht ohne weiteres jeden platonischen Gedanken unverändert in seine Lehre überträgt. Philon knüpft deutlich an das platonische Nörjtov Cwov an, und sein Koopog vorjrog spielt dieselbe Bolle, wie sie jener Begriff innerhalb der Darstellung des Timaios beansprucht. Aber doch konnte erst eine eigentümliche Umbildung dem vorjrbv {coov seine Aufnahme in die phiionische Lehre ermöglichen.“ Dem Nachweis dieser Umbildung ist hauptsächlich die vorliegende Schrift gewidmet. Denn nicht allein die allgemeinen Umrisse seines y.oofxog vorjrog, sondern auch dessen intimere Züge sind nach demVerf. dem Timaios entnommen. Das Noijzdv faiov, gewissermassen das ewige Original, nach welchem der platonische Demiurg in seiner neidlosen Güte die Welt geschaffen, ist nach Horovitz nicht bloss, wie Zeller es versteht, die Idee des Lebendigen. Zum erstenmal erhalten wir in der vorliegenden Schrift eine eingehende Untersuchung dieses für die ganze Tendenz des Timaios und die platonische Auffassung des Weltgebildes als beseelten Lebewesens wichtigen Begriffs. Von dieser Frage ist die nach der Bedeutung des Demiurgos und der Demiurgoi in den platonischen * Schriften nicht zu trennen. Wir verweisen auf die interessanten Ausführungen des Verf. und begnügen uns hier mit dem wesentlichsten' interessanten Ergebnis: Demiurg und Idee des Guten bedeuten für PJaton ein und dasselbe; Nus Demiurg noirjt^g Idee des Guten. Diese Auffassung ergiebt sich in allmählicher Entwickelung im Phaedon, Republik, Philebos, Timaios. Während die anderen platonischen Ideen nur als Erklärungsprincipien der Wissenschaften aitiai sind, 80 ist die Idee des Guten das schöpferische Urbild des xoofiog. Die Welt ist ein Abbild der Idee des Guten, aber nur ori juaitora und zcctcc dyvufiw. Der Dualismus von Nus und Ananke, — aber zugleich auch die siegreiche Kraft des ersteren — findet seinen einheitlichen Ausdruck in dem votjjov (wov; die Gegensätze sind in diesem Begriffe versöhnt, der Pessimismus ist überwunden, und die Idee des Guten ist der die Welt bildende göttliche Demiurg. Aber die Schönheit des Kosmos bat ihre Grenzen; das Universum ist keine vollkommene Selbstdarstellung der Idee des Guten, es ist das ״Schönste“, aber ״unter dem Gewordenen“;... die Welt selbst ist unvergänglich kraft der ihr vom Schöpfer verliehenen Seele, aber sie umfasst doch auch die Gesammheit alles Entstehenden und Vergehenden... sie ist ein Abbild des votjtöv Söov für den Philosophen; nur für den Dichter auch ein Abbild des Schöpfers selbst, insofern der Dichter ״das schönste*des'Gewordenen“ der höchsten Idee gegenüberstellt. Dass dem forschenden Philosophen die Welt der Erscheinungen nicht ein vollkommenes Abbild der Idee des Guten ist, das verhindert trotz der obsiegenden Gewalt des Nus die nie ganz zu überwindende Ananke, das Kennzeichen der materiellen Welt. In diesem Sinne ist das vovjtov

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