Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- V (1901)
- Issue
- 1 (Januar-Februar 1901)
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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bietet wohl kaum eine Handhabe dazu, mag man das Suffix wie immer beziehen. — P.] ERINNERUNG, Zur, an Dr. Mendel Hirsch, Direcfcor der Real״ schule der Israelitischen Religionsgesellschaft zu Frankfurt a. M. Mainz, Druck der Joh. Wirfch’schen Hofbuchdruckerei, 1900. 62 S. 8°. M. 0.60. HOROV1TZ, JAK., Untersuchungen über Phiions und Platons Lehre von der Weltschöpfung. Marburg, Elwertsche Verlags-Buchhandlung, 1900. XIII, 127 S. 8°. M, 2,40.!Dem Verfasser gebührt rückhaltlose Anerkennung für seine ebenso ehrte wie geistvolle Arbeit. Ausgerüstet mit eingehender Kenntnis der beiden Schriftsteller, denen seine wissenschaftlichen Untersuchungen gewidmet sind, sowie mit der einschlägigen Literatur, hat er sich durch die vorliegenden Forschungen um die Wissenschaft ein bleibendes Verdienst erworben, das auch von denjenigen ihm nicht vorenthalten werden wird, die vielleicht nicht in allen Punkten mit ihm übereinstimmen werden. Für die Leser der Hebräischen Bibliographie kommt wohl nur der Teil der Untersuchungen in Betracht, der sich auf Philon bezieht Indessen hängt dieser mit dem ersten Teile eng zusammen. Der Verfasser ist der Ueberzeugung, dass mehr noch, als man es bisher anzunehmen geneigt war, der Timaios Platons die wesentliche Grundlage von Phiions Werk über die Weltschöpfung bildet. Stoische Einflüsse auf die letztgenannte Schrift lehnt er fast völlig ab, Neupythagoreisches erklärt er nur für episodisches Beiwerk. Besonders scheint ihm die breite Auseinandersetzung über die Siebenzahl de op. m. p. 21-30 M. eine blosse Einlage. Es kommt darauf an, was man unter dieser Be- Zeichnung versteht. Solche Einlagen entsprechen wesentlich auch sonst der Darstellung Phiious, besonders wo es sich um Zahlenmystik handelt. Und nun erst gar um die von ihm hochbenedeite Sieben, von der er z. B. entsprechend dem an unsrer Stelle, bes. p. 24 — beiläufig nach andern Philosophen als den Pythagoreern — erwähnten Lobe, leg. alleg. I p. 46 sagt: nago /u18&׳vovt8s 01 Uv&ay0Q8101 t7j d8utagd^iv(g xal cifir^roQi civtjv a71f1xct£ovaiv, otl ovt8 ct716xvrj&rj ovre cutoTi'&Tcu; von der er ebendaselbst kurz vorher p. 44 sagt: tcc fihv &vr}td naga^iEtgtov - (sc. &80g) i£ath, tcc J6 fiaxagia xal 81 daipova ißdopddt. — Wird man auch zugeben müssen, dass Hör. der Nachweis gelungen, dass de opif. m. in Gedankengang und Sprachgebrauch von Platons Timaios beeinflusst ist, ia, dass ihm die letztere Schrift geradezu als eine Art Vorläge gedient habe, so kann andrerseits bei einem Vergleich beider Schriften schwerlich verkannt werden, dass der jüdische Autor selbständig mit seiner Vorlage geschaltet und aus ihr, die .ihm für seinen Zweck das meiste Material geliefert hat, das entnommen hat, was ihm passend schien. Dabei hat er, wie es seiner Gewohnheit entsprach und wofür auch die erwähnte Zahlensymbolik zeugt, auch Andere nicht verschmäht. Platon aber eignete sich besonders als Hauptführer bei der Darstellung der Weltschöpfung; das machte die nahezu monotheistische Fassung des Timaios, die Philon wahlverwandt sein musste. Nicht bloss, dass dort vorwiegend von &eog9 6 &eog u. ä. gesprochen wird, sondern auch sonst die ganze Darstellung, die Beiwörter für das schaffende Wesen u. ä. Die reichen Nachweise des Verf. für die Beeinflussung י des Sprachgebrauchs von de op. m. durch Platon könnten noch vermehrt