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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1900-11-01 · 6 (November-Dezember 1900) · p. Seite 183

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
IV (1900)
Issue
6 (November-Dezember 1900)
Date
1900-11-01
Page
Seite 183 (sequence 23)
Language
German
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188 leitenden Gedanken der Homilie. Dieselbe geht aus von der Schuld Abrahams, die in der zweifelnden Frage in Gen. 15,8 gefunden wird״ Auf Grund der bekannten agadischen Ausführungen zu Abrahams Vision in Gen. 15 wird dann berichtet, wie Abraham sich mit dem Exil für seine Nachkommen einverstanden erklärte. Dann folgen, auf Grund der biblischen Erzählungen und ihrer agadischen Er- Weiterung, in chronologischer Anordnung Ausführungen über Esau, Amalek, des letztem Besiegung durch Josua; Sauls Schuld bei dem Kriege gegen Amalek, David und Goliath, David’s FJuchfc, die Tödtung der Priester von Nob, die Schuld David’s an dieser Unthat und seine Verbüssung dieser Schuld (ganz nach der David-Legende Rab’s in Sanhedrin 95 b). Dieselbe Schuld wirkt auch noch zur Zeit Chizkija’s und führt die Invasion Sancherib’s herbei. Damit ist die Homilie bei ihrem eigentlichen Thema angelangt, das nur auf Grund der talmudischen Agada ausführlich behandelt wird״ Nur einige Einzelheiten seien aus Eachamim b״ Elija’s Homilie erwähnt. Die beiden Namen für das von den Nachkommen Esau’s bewohnte Land sollen diese an Jakobs Schuld gegen Esau erinnern: אד1ם an das ״rothe“ Linsengericht, um das Jakob das Erstgeburtsrecht Esau’s kaufte (Gen. 25,30), שעיר an die Felle vom Ziegenbocke (׳(שעיר mit deren Hilfe Jakob den Esau bestimmten Segen erhielt״ — In der stark erweiterten Legende über die Rettung David’s durch Abischai (nach Sanh. 95a) wendet dieser ein Sprichwort an, das an das Wort ״Apres nous le deluge“ erinnert. Abischai sagt nämlich zu David, er möge Gott bitten, seine Nachkommen für Nob büssen zu lassen, ihn selbst aber aus dem Feindesland zu befreien. Im Sprich Worte sagt man: ״Nach meinem Kopfe —wenn ich nicht mehr da bin — mag die Sonne nicht mehr aufgehen!‘4 (דד לפזי עאם מיגרין כי בעד אז פרי מן אפר1א3 נבראייד). — Gott fragt den Engel Gabriel, der das Urtheil an Sancherib’s Haus ausführen soll: טגלך לטושה? Gabriel antwortet לטושה ועומדת מששת יפי בראשית. Diese in die persische Darstellung aufgenommenen hebräischen Worte sind aus dem Talmud (Sanh. 95 b), wo jedoch statt לטושה, gemäss dem dort citierten Verse Jesaja 21,15, נטושה steht. Dass dieses s. v. wie לטושה, wird von Raschi im Commentar zu Jesaja als möglich angenommen. Doch im Talmud findet sich die Variante nicht. Nach den Schlussbenediktionen der Haphtara enthält das Büchlein noch zwei hebräische Gedichte, denen strophenweise eine metrische, freie persische Uebersetzung beigegeben ist. Das erste Gedicht hat die Ueberschrift: פזמון לירט אחרון של פסח סימן ישראל. Nach jeder der

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