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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1900-11-01 · 6 (November-Dezember 1900) · p. Seite 181

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
IV (1900)
Issue
6 (November-Dezember 1900)
Date
1900-11-01
Page
Seite 181 (sequence 21)
Language
German
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181 Rachamim, der Sohn Elijas, gehört also der in Jerusalem angesessenen Colonie bucharischer Juden (s. Z1HB. III, 19) an. Er beschränkt sich nicht auf die Herausgabe der Haphtara des achten Pesachtages nebst der bei den Juden seiner Heimat Buchara üblichen persischen Uebersetzung (Tafsir), sondern vermehrt diese letztere'' mit einer Zuthat in ״reiner persischer Sprache“, die er, wie er angiebt, zum Theile den ״Worten unserer Weisen“ entnommen. In Wirklichkeit bildet diese Zuthat den Haupttbeil des 32 Seiten grossen Schriftchens. Dasselbe ist mit einer kurzen Vorrede eingeleitet, aus dem folgende Sätze im Wortlaute angeführt sein mögen: והנה יש מקומות שנוהגים לומר הפטרה זו עם התרגום של יונתן כן עוזיאל ע״ה עד כאן יומא רב וסגי ובו' ובמדינתנו ערי בוכארא ואגפיה נהגו מזמן קדמון לפרש התינום כלשון פארסי כאו״א כפי צחות לשונו ולהוסיף עליהם דברי רז*ל כמדרשים .ומדבר בלשון עמו למען ישמעו ההמון כעם ככהן גם לרבות הנשים והטף Die in Jerusalem wohnenden buchärischen Juden haben diesen alten Brauch der Heimat beibehalten, und für sie giebt Rachamim b. Elija die Haphtara auf die bezeichnete Weise heraus. Er sagt: וכדי לזכות את הרבים בני עירי אמרתי לתרגם ולהדפיס זה בלשון פארסי. Das Büchlein ist zu liturgischem Gebrauche eingerichtet; denn der Haphtara gehen die vor ihr zu sprechenden Benediktionen voraus, una am Schlüsse stehen die Schlussbenediktionen. Der Prophetenabschnitt selbst ist versweise gegeben, so dass dem punktierten Texte jedes einzelnen Verses die persische Uebersetzung desselben folgt. Die Verse sind nummeriert, ohne Rücksicht auf die Nummerierung der Bibelausgaben; also 1—3 Jes. 10, 32—34;. 4—19 Jes. 11; 20—25 — Jes. 12. Der Uebersetzung liegt nicht der Text, sondern das aramäische Targum zu Grunde. So z. ß. lautet die Uebersetzung von 11,1: פיפר Tg ן־מי פךא!יד פאדשא אז פיסראני יעי. דמלןי משיח פיסראני א1 בורומנד ובוזוךג מישווד. Die Uebersetzung von 11,9 ist mit folgendem Satze eingeleitet: 1ךר אייאמי מלן1 משיד! אזאני ישראל ביפייאר מישווד של1מי לר ע1לם (= Targum: ביומוהי דטשיחא דישראל יסגי שלמא בארעא). Charakteristisch für die Sprache dieser persisch redenden Juden ist der Gebrauch der hebräischen Wörter innerhalb des Persischen1). Der Messias wird in beiden Versen מלך משיח genannt; das Targum wort שלמא ist mit שלומי (d. i. das hebr. שלום mit der persichen Endung 1) wiedergegeben, בעלמא mit עולם (= in) דר. Ebenso übersetzt er חייבי ארעא (Targ. zu 11,4 ארץ) mit ךש?גים זמין רא. ג) Ausführlicheres hierüber s. in meinem demnächt in der Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft erscheinenden Artikel,

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