Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- IV (1900)
- Issue
- 6 (November-Dezember 1900)
- Date
- 1900-11-01
- Page
- Seite 167 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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167 merksam macht, ist die, dass wir an einigen Stellen Doppelübersetzungea begegnen. So für רוידא בצפי 3,7 בלט, für אשת חיל ib. 11 ־את חיל צאלחת* und für באב אלמחל 4,1 שער. Möglich ist auch in der ersten Ueber- Setzung ושוט קלי וצכז להא פריך einfach eine Doublette von ויצבט לה קלי 2,14. Was die Frage nach der Autorschaft anbetrifft, so denkt man bei solchen Uebersetzungen zunächst an den ersten und bedeutendsten arab. Bibelübersetzer, an Saadja. Doch muss ihm, wie P. richtig betont, die erste Uebersetzung entschieden abgesprochen werden, da sie keine der Eigentümlichkeiten der Saadjaniscken Uebersetzungen aufzuweisen vermag. In der zweiten finden sich zwar nach P. überall derartige Eigentümlichkeiten, doch ist eine Saadjanische Uebersetzung zu Ruth sonst nirgends angeführt. Mir scheint aber dieser Umstand kein Hindernis zu bieten,' da der Gaon aller Wahrscheinlichkeit nach sämmtliche fünf Rollen übersetzt und eommentiert hat. Die Ueber- Setzung des Hoheliedes liegt gedruckt vor (ed. Merx, Heidelberg 1882). Und haben wir hier wahrscheinlich auch nicht die ursprüngliche Textgestalt, so ist sie doch jedenfalls eine Ueberarbeitung einer vorhanden gewesenen Saadjanischen Uebersetzung (vgl. Bacher, Leben u. Werke d. Abulwalid p. 93, n. 21). Einen תפסיר איכה des Gaon citiert ausdrücklich sein Kritiker und Zeitgenosse, Mebasser (s. REJ 20,137). Den Comm. zu Kohelet hat wohl Abulwalid benutzt (s. Bacher ib. 92, n. 15: vgl. auch ’Amanät ed. Landauer p. 192). Den zu Ester endlich führt Saadja selbst in s. Daniel-Cöminentar an und ebenso Salmon b. Jerucham und Josef Kimchi (s. Dukes, Beiträge 11,100 u. הנדן IT, 93 n. 2). Mithin kann man mit einem gewissen Grad von Wahrscheinlichkeit annehmen, dass Saadja auch Ruth bearbeitet hat. Trotzdem sprechen gegen die Autorschaft Saadjas innere Gründe. Zunächst ist das einzige ana'Z Xsyofievov in Ruth, für das einSaadjanischesEquivalent bekannt ist, nämlich 2,16 צבתים, verschieden übersetzt: in L durch אלחזם (in B u. 0 ^1למקב•), im תפסיד אלסבעין אללפסת אלפרדת dagegen durch 1 אלצמאת). Allerdings macht P. auf eine Reihe charakteristischer Uebersetzungen aufmerksam, die L und Saad. gemeinsam sind, so דארית für 2,13 דברת על לב S^ Geh. 50,21 (u. Jes. 40,2; B־u. 0 haben סויק;(תבלמת עלי קלב für קלי ib. 14 S. Lev. 23,14; לם יצי1 פ$לה für לא עזב חסדו ib. 20 =* S. Gen. 24,27; מל für 4,1 סורח S. Gen. 19,2; ראד ללנפס für למשיב בפש ib. 15 S. Ps. 19,8. Dann die Auffassung von שבעה בנים ib. 15 als runde Zahl, und daher die Uebersetzung durch כרציר מן אלאולאד, eine Auffassung, die sich auch in S.’s Comm. zu Ps. 12,7 findet und die in s. Uebers. mehrmals zum Ausdruck kommt (vgl. Peritz z. St.) Dazu kommen noch andere von P. nicht hervorgehobene Uebersetzungen, so תלאזמי für 2,22 תדבקין S. Gen. 2,24; יקר für 3,18 ישקט S. Jes. 7,4 usw. Demgegenüber finden sich aber in nicht geringer Anzahl auch Uebereinstimmungen zwischen der ersten Uebersetzung und Saadja, die von L abweichen. So אמת für 2,13 שפחה S. Gen. 16,1 (L hat נמר;(נארית für עמר ib. 15 S. Lev. 23,10 (L דרי;(2|(ח$ן für 3,2זרה S. Num. 17,2 (L;(מרח ערמה für 3,7 ערמה S. Hohel. 7,3 (und angenommen auch das diese Stelle nicht von S. herrührt, so kann Ex. 15,8, wo נערמו מים durch ,תערמת אלאמיא übersetzt wird, als Beleg dienen; L hat hier עבר;(מרחת für עכר 4,1 S. Deut. 4,22 (L מר) usw. Dann ist hier gerade auch eine *) Die Annahme Peritz’, dass diese Stelle im Tefsir eine Interpolation sein könnte, scheint mir unbegründet zu sein. 2) In Deut. 24,19, wo עמר Garbe bedeutet, übersetzt Saadja כפת; vgl. auch U?ül 535,23,