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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1900-11-01 · 6 (November-Dezember 1900) · p. Seite 168

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
IV (1900)
Issue
6 (November-Dezember 1900)
Date
1900-11-01
Page
Seite 168 (sequence 8)
Language
German
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168 lautliche Aehnlichkeit zwischen Text und Uebersetzung zu beobachten, was bekanntlich Saadja immer angestrobt hat. Ist also, wie man sieht, die Untersuchung erschwert, so kommt noch hinzu, dass einmal beide Uebersetzungen mit S. übereinstimmen, wie z. B. מחאל (so B und O, L hat מחל) für 3,11 שער, eine für S. charakteristische Uebersetzung (s. Bacher in Stade’s Zeitschr. III, 207), ein anderes Mal wiederum beide von S. abweichen, so z. B. 2,16 הכלים, das unsere Uebersetzungen durch צגל wiedergeben, S. dagegen nieistens durch צזי (s. z. B. Jes. 60,6; Hi. 11,3 usw.).• Endlich ist noch za bemerken, dass keine Ueber- Setzung durchweg consequent ist und daher hier eine absolute Gewissheit zu erzielen schwer ist. So übersetzen B und O 2,18 עיר u. 4,2 durch מדינר, L durch קריר, und ebenso Saadja (z. B. Gen. 4,17. 44,4 usw.; vgl. U§ül 521, n. 93), doch haben auch B u. 0 zu 3,15 קריר. Andererseits übersetzen B u. 0 גרן durch אכיר, L dagegen durch גרן. Bei S. findet man aber bald die eine (Gen. 50,10), bald die andere (Jes. 21,10) Uebersetzung, und manchmal sogar (Num. 18,30; Hi 39,12) noch •ine dritte ב1אר. Dasselbe ist der Pali mit רחץ, das B u. O mit אגתסל, L mit רחץ wiedergiebt. Saadja hat nun sowohl das eine (Ex. 30,20 etc.), als auch das andere (Jes. 1,10; Hi. 9,30). Und so wird sich noch manche, vielleicht scheinbare Inconsequenz des אלמפסר, wie er durchweg genannt wird, ergeben, wenn wir ein concordanzartiges Lexicon zu seiner Uebersetzung haben werden.1) Jedenfalls glauben wir behaupten zu können, dass auch L, wenigstens in seiner fetzigen Gestalt, kein Werk Saadja’s ist. Lässt sich aber auch für keine der beiden Ueber? Setzungen ihr Autor bestimmen, so haben sie doch ihren Wert, sowohl in exegetischer als auch in philologischer Hinsicht, und Peritz verdient für seine Editionsarbeit aufrichtigen Dank. Er hat auch seine Aufgabe mit Sorgfalt und Sachkenntnis gelöst. Der Text, den er mit arab. Lettern giebt,ist mit kundiger Hand bearbeitet, die Parallelen sind immer angegeben und ebenso ist auch auf sonstige Prägen aufmerksam gemacht Störend sind nur die vielen Druckfehler im Text, die im Verzeichnisse nicht vollständig berichtigt sind. — Am Schlüsse von L findet sich noch eine Nachschrift in arab. Sprache über den Zweck des Buches Ruth. Diese Nachschrift hat Peritz in Original und Uebersetzung auf p. 56 59 mitgeteilt Ausserdem finden sich in der Handschrift noch 2 bis 3 Bruchstücke eines hebr. Comm., der aber mehr dem Midrasch ähnlich sein soll. Auch in B findet sich ein derartiger sehr kurzer Comm., den aber der Copist erst an den Schluss der Hagiographen (f. 166b—168a) gesetzt hat. Dieser Comm. beginnt mit einer arab. Vonede, aus der ich hier Einiges mitteile: כשם רחמן מלא רחמים אבתדי אן אבתב לקט מעאני מן רות קאל אלמפסר אלחמד ללח וחדה צאלק אלאגסאם והו ליס בגסם . , . אמא בעד מאן אלנאטקין •גלו עלי סאיר אלחיואן באלנטק אליי הו אלעלם ואנהם אי$א אמתחנו באלאלאם ואלאספאר כמא קאל תע׳ לאברהם אבינו לך־ לך מארצך וממולדתך . . . וילך לאחד אמרין אמא אן ימן עקובר עלי דנב ... ואמא אן ימן 1לך אמתחאן לשצץ . . . בל יאלך לא יצלו בון אלגיע אליי הצל ,פי עצר אלימלך וצרוגה הו וולדיה... מן אחד אלאמרין אמא לעקובר ען צמא ואמא לאמחחאן גזאר אלתואב . . . פטא אראד ביאלך אלא אן יעלמנא כין» תרתיב נסבר משיח י״י ונעים זמירות ישראל אלמבשד בח עלי ידי משה רבינו לקד דרר כוכב מיעקב הו סיידנא דויד בן ישי מלך ישראל פלילך קאל ויהי בימי שפוט השופטים. Sodann beginnt der eigentliche Comm. oder vielmehr Midrasch mit den Worten: וקו, ושם שני בניו מחלון וכליון והם יואש ושרף ולמה צקראו מחלון וכליון מחלון ששם נפשו חולין וכליון שנתחייב י) Einige Beispiele, wie Saadja ein und dasselbe biblische Wort verschieden übersetzt, sind für die Prov. in REJ. 37, 80 zusammengestellt.

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