Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- IV (1900)
- Issue
- 5 (September-Oktober 1900)
- Date
- 1900-09-01
- Page
- Seite 145 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2254995-7565893-7600092--0773-2255735- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
145 wäre z. B. besser Charisi anst. Alcbarisi, Latif anst. Allatif zu geben. Abr. ben Chija ist irrtümlich unter ״Asrauta (Abr. b. Hiya Sahib)“ geraten, es ist dies einfach ר׳ אברהם בר חייא צאחב אלשראטה und aus letzterem ist bekanntlich irrtümlich Savasorda geworden. Biese Autoren müssen jedenfalls unter ihren Namen in der II. Liste figurieren. — 2) Schw. giebt dankenswert auch Besprechungen an. Hier wäre eine kurze Verweisung auch bei den besprochenen Autoren unumgänglich. Bei Manchen ist auch die Recension, wohl au8 Irrtum, als Abhandlung des besprochenen Autors angegeben. So z. B. unter Friedmann (p. 118 b): Der Blinde (nr. 1) aus Geiger’s Zeitschr. Dieses ist aber eine Besprechung Geiger’s der Schrift Friedmann’s u. 8. w. — 3) Bei manchen Titeln von Aufsätzen, besonders hei hebräischen, ist der Inhält nicht zu eriaten und wäre eine kurze Andeutung von grossem Nutzen. Ebenso sind die ungarischen Titel, wenn sie nicht übersetzt sind, fast ohne Wert. Allerdings wird hier die II. Liste Abhilfe schaffen. — 4) Bei Transcriptionen von Eigennamen mit hebr. Schrift sind Fehler unvermeidlich und finden sich auch hier welche, 80 z. B. Fiorca (p. 107 a) anst. Piurko (פיורקא) u. 8. w. — Es sind das Alles, wie man sieht, Mängel, die bei derartigen Arbeiten zum Vorschein kommen müssen, und der Verf. giebt selbst zu, dass es eine falsche Bescheidenheit(une banale formule de fausse modestie) wäre, sie nicht hervorzuheben. Allerdings ist Sch. selbst einer der bescheidensten und betrachtet seine mühevolle und ausgezeichnete Arbeit nur als eine temporäre und vorbereitende. Er hat sie daher sogar nicht für wert gehalten, dem Drucke zu übergeben, und sie autographiert. Dadurch ist leider die Benutzung dieses 80 unentbehrlichen Handbuches wesentlich erschwert, abgesehen davon, dass ganze Seiten fast unleserlich sind. Wenigstens hätte Schw. über jede Seite den ersten und letzten Autor angeben sollen, um eine schnellere Auffindung zu ermöglichen. Das Alles soll uns aber nicht abhalten, dem unermüdlichen Verf. und ebenso der Sociätö des jätudes juives, die das Erscheinen des Werkes ermöglicht hat, unseren herzlichsten Dank abzustatten. Br. Samuel Poznanski.] STEINSCHNEIDER, M., Der Aberglaube. Vortrag im Verein junger Kaufleute zu Berlin. Für den Abdruck erweitert. Hamburg, Verlagsanstalt u. Druckerei A-G. 1900. 34 S. 8°. [Sammlung gemeinverständlicher wissenschaftlicher Vorträge, herausgeg. v. Rud. Virchow. N. F. XV. Serie Heft 346.] [Wir sehen in dieser Abhandlung den greisen Vertreter der jüdischen Wissenschaft auf einem Gebiete, das dem eigentlichen Kreise seiner Studien und Forschungen etwas ferner liegt. Aber auch hier, bei einem der allgemeinen Kulturgeschichte angehörenden Thema, ist er Meister im wahrsten Sinne: schlicht und ungekünstelt in der äusseren sprachlichen Gewandung, scharf und zwingend in der Materie, überzeugend in den gewonnenen Resultaten. — Der Verf. löst das Problem des Aberglaubens auf einem dreifachen Wege: durch Induktion in Form von Beispielen, durch die Heranziehung und Vergleichung verwandter Begriffe und schliesslich durch die sprachliche Betrachtung. Er geht aus von den beiden ״Wissenschaften“, die den Aberglauben zu ihrer Voraussetzung haben: der Alchemie und der Astrologie, entwickelt, indem er ihre Entstehung und Weiterbildung in grossen Zügen giebt, ihre Grundanschauungen und zeigt, wie beide abergläubische Vorstellungskreise schliesslich ein positiv Wissenschaftliches schufen: die Chemie einerseits, die Astronomie andererseits. — Als 2