Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- IV (1900)
- Issue
- 5 (September-Oktober 1900)
- Date
- 1900-09-01
- Page
- Seite 133 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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188 מכת הארבה שנת קי״ט) und dass er Nissim, Yerf. der Deräschotb, der wohl mit Nissim b. Reuben Gerondi identisch ist. als Verstorbenen anführt (p. 43). Mithin schrieb er im letzten Viertel des XIV. Jahrh. Das seinem Namen Vorgesetzte הקדוש beweist, dass er als Märtyrer gestorben ist, und Eppenstein vermutet mit Recht, dass er wahrscheinlich zu den Opfern des J. 1391 gezählt hat. Aus manchen Aeusserungen lässt sich entnehmen, dass er der Medicin kundig war (s. Vorr. p. XII). Von seinen schriftstellerischen Leistungen sind ausser einem Comm. zum Pentateuch noch ein solcher zu Jes/52,13 - 53,12 (zuerst bei Neubauer, The 63 Chapter of Isniah etc., Oxford 1876, abgedruckt), zu Ps. 139 und zum Buche Ester bekannt. Alle diese Arbeiten sind in der vorliegenden Publication enthalten. — Astruc gehört zu denjenigen Epigonen unter den spanischen ßibelexegeten, deren Werke einen Rückschritt in der Schriftauslegung bezeichnen, und bei denen der Peschat zu Gunsten anderer Factoren, besonders der Religionsphilosophie, auf den zweiten Plan tritt. Auch A. ist ein eifriger Anhänger der Philosophie und räumt ihr in s. Comm. einen grossen Platz ein. Er lässt auch schon die Patriarchen Gott auf speculativem Wege erkennen, nicht nur Abraham (p. 19: ויש לפרש והאמין בי״י ר״ל כי עתה היתה לו האמונה מצד הידיעה והחכמה והחקירה כי קודם לזה היה מאמין מצד הקבלה לבד לזה חשבו לו הש׳ לצדקה . . . וזה גם כי שהאמונה מצד הקבלה האמתית היא טובה אמונה מצד החקירה היא יותר שלימה), sondern auch Isaak (8. p. 45) und Jacob (p. 54 zu Gen. 28,2; vgl. auch p. 62 zu 32. 25). Demgemäss finden sich auch bei ihm Erklärungen im Geiste und im Stile der nachmaimunistischen Exegeten. So über die Conjunction des Intellectes (p. 48), über den erworbenen Intellect (p. 145: ואמרו גורל אחד לי/,י רמז אל השכל הנקנה שלא יפסד וגורל אחד לעזאזל רמז אל החלק הנפסד שהוא גון* וכו׳), über Form und Materie (p. 40 in Anschluss an die midraschische Auslegung zu Gen. 24, 1; p. 127 inbetreff der כרובים) u. s. w. Auch an Begründungen der biblischen Gebote fehlt es nicht, so für Scha‘atnez (p. 8), für das Ausziehen des Schuhes bei der Verweigerung der Leviratsehe (p. 42), und selbstverständlieh auch für das Opferwesen (p. 139). Anerkannt muss werden, dass sich Astruc in seinen philosophischen Ausführungen von Extremen und Extravaganzen fern hält, dafür ist aber auch seine Philosophie keine eindringende. Der Derasch ist hier reichlich berücksichtigt. Midraschische Auslegungen werden oft citiert, meistens nach Raschi, aber auch selbstständig. Hin und wieder werden auch unbekannte Midraschim angeführt. Interessant ist folgende Stelle zu Deut. 25; 2 (p. 200): רצועת המלקות מעור שור וחמור שור כנגד יוסף שפטפט ביצרו ומשל בתאותו ונקרא שור שנא' בכור שורו הדר לו וחמור כנגד יששכר שהיה עוסק בתורה . . . וכתיב יששכר חכור גרם . . . או רמז על השכל והוא שור שהיא חוזק האדם ושרדו והבטתו מלשון על דרד אשור ועל הגוף שהוא חמר. Die erste Erklärung sieht ganz danach aus, als ob sie irgend einem Midrasch entnommen wäre. Mystik kommt gar nicht zum Vorschein, wiewohl unser Verf. vielleicht den Sohar benutzt hat («. p. 127, n. 1), dagegen macht er manchmal Gebrauch von Zahlenberechnungen, dabei Jacob b. Ascher folgend (s. p. 126, n. 1). — Hervorgehoben sei, dass 4struc öfters gegen christianisirende Auslegungen polemisiert, wobei er auch eigener Dispute erwähnt (s. p. 83, 91, 106, 120, 121 u. 182), und dass er in dieser Hinsicht im AUgemeinen gleich am Anfänge (p. 2) bemerkt: . . . וזה כי כבר ידע השם יתברך כי התורה תהיה גלויה ומפורסמת לכל העמים ועליה יבנו כענין בניבים עד שכבר הם מתפארים על האמנתה רק שעושים לה ציור ומהפכים המצות כרצונם וכו׳. Doch nimmt bei diesem allen der Peschat einen ziemlich breiten Raum ein und ist manche Erklärung Astruc’s sehr beachtenswert. So will