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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1900-09-01 · 5 (September-Oktober 1900) · p. Seite 132

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
IV (1900)
Issue
5 (September-Oktober 1900)
Date
1900-09-01
Page
Seite 132 (sequence 4)
Language
German
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132 bleibt frei und verschont von den täglich eingehenden Postsendungen unter Kreuzband, für .die sogleich oder bald darauf die Mahnkarte zur Bezahlung erfolgt? Wir wissen allerdings schon seit mehreren Jahrzehnten von einer solchen Schnorrer *Literatur. Aber damals konnte Jelliuek, der meines Wissens*) zum ersten Male im Maarich von Lonsano diesen terminus technicus geprägt hat, noch auf die nützlichen Literatur* Werke hin weisen, welche auf diesem Wege an das Licht der Betrachtung geführt worden sind. Ein Vergleich mit den Resultaten aus der Gegenwart dieser eigenartigen Literatur wird ergeben, dass der Hauptton auf das erste Wort in ihrem Kompositum zu legen ist. Was die Literatur dafür erhält, bleibt dem Schnorrer gleich, die Hauptsache bleibt, was er dafür erhält. Auf eins kann er ja immerhin hin weisen — seine Schrift wird einen neuen/ Titel für den künftigen Benjacob abgeben. Gern hätte ich dieses Thema etwas weiter ausgeführt und Proben aus jener Literatur ge* geben; allein hier fehlt mir das Material hierzu. Vielleicht komme iqh bei einer anderen Gelegenheit darauf näher zurück. Heute wollte ich gern auf die Ausnahme hinweisen, welche die vorliegende Schrift bildet. Der Verfasser hat, wie man auf jeder Seite wahrnehmen kann, aus Liebe zur Sache gearbeitet und ein gehöriges Bild von der Bedeutung Muscato’s für seine Zeit zur Darstellung gebracht. Er hat hierbei nicht unterlassen, um den Studiengang Muscato’s und seine Geistesrichtung näher zu verfolgen, auch einen Rückblick auf die vorangegangenen Zeiten zu werfen, aus deren Quellen, jüdischen und nichtjüdischen Ursprungs, Muscato reichlich geschöpft hat. So hat der Verfasser ein Lebens- und Zeitbild hergestellt, bei dem es nicht fehlen konnte, auch andere Männer jener Zeit, vorzüglich den kritischen Asarja de Rossi, mit heranzuziehen. Die schöne Sprache, in der das Buch geschrieben ist, machen es schon nach dieser Seite hin zur anziehenden Lectüre. Ohne auf einzelnes dieses Mal hinzuweisen, will ich nur bemerken, dass die am Schlüsse nachträglich gegebene Notiz des Rabbiners Joseph Lewinstein, nach welcher der Name Muscato aus ״Sacuta“ geflossen sein 8011, weil sein Väter Joseph ein Schwieger- 80hn des Abraham Sacuta gewesen, auch nicht im geringsten wahrscheinlich ist. Der Name dürfte von מושקאט herstammen, wie bereits in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts ein Kind Isserleins in Marburg diesen Namen geführt hat, und gleich anderen Namen, wie Morpurgo, Heiiporn (Halpern), und verschiedenen sprachlichen Ausdrücken von Deutschland nach Oberitalien verpflanzt worden sein. Güdemann in dem betreffenden Bande seiner Culturgeschichte hat bereits auf ähnliche Erscheinungen hingewies en. — Dr. A. Berliner. ASTRUC, EN SALOMO, aus Barcelona, מדרש* התורה, Exegetische] Bemerkungen zum Pentateuch und einigen anderen Steilen der Bibel. Herausgegeben nach Ms. No. 149 der Ambrosiana zu Mailand und erläutert von Dr. 8. Eppenstein. Berlin 1899. XV und 224 S. 8°. [Publication des Vereins ״Mekize Nirdamim* Jabrg. XV. — Ueber En Salomo Astruc (הקדוש אנשלמה אשתרוק) ist wenig bekannt. Seine Zeit lässt sich dadurch genau bestimmen, dass er von einer Heuschreckenplage im J. 1369 als Augenzeuge berichtet (p. 106: וראיתי *) Hier in Königstein, wo ich dies sohreibe, kann ich es nicht genau angeben.

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