Mannheim
Compact Memory

Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1900-07-01 · 4 (Juli-August 1900) · p. Seite 112

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
IV (1900)
Issue
4 (Juli-August 1900)
Date
1900-07-01
Page
Seite 112 (sequence 16)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2254995-7565893-7600091--0737-2255700
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

112 SILBERSTEIN, EMIL, Conrad Peliicanus. Ein, Beitrag zur Geschichte des Studiums der hebräischen Sprache in der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts. Berlin, Mayer u. Müller. 1900. VIII u. 104 S. 8°. M. 2.— [Der Verf. will, wie er in Vorwort S. VIII sagt, ein anschauliches Bild von den linguistischen Stadien und Arbeiten des Konrad Peliicanus entwerfen, »soweit sie geeignet sind, einen Beitrag zu liefern zur Geschichte des Studiums der hebr. Sprache in der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts«. Vorausgeschickt wird als Abschnitt I (1—32) eine biographische Skizze über P., die nach des Verf. eigener Angabe nicht selbständig gearbeitet ist, sondern auf die Chronikon- Ausgaben von!Riggenbach und Vulpinus, wie auch auf den Artikel »Peliicanus« bei Er sch und Grub er sich stützt. Schon in dieser Skizze begegnen wir einzelnen unrichtigen oder doch ungenauen Angaben, die auf Rechnung des Verf., den wir im folgenden mit Sb. anführen, zu setzen sind. — S. 7, Anm. 5: P. übertreibt wohl nicht, wenn er von dem jüdischen Uebersetzer sagt, dass dieser nichts von hebr. Grammatik verstanden habe, und wenn er weiter über die Unwissenheit der deutschen Juden in der hebr. Grammatik klagt. Auch Münster in der Praefatio zu seiner Ausgabe des Mahalach von Mos. Kimehi (Basel 1531) schreibt: in nostra Germania, ubi non facile Judaeum aliquem iuvenies, qui grammaticae peritus est. P. aber widerspricht sich keineswegs selbst, »indem er den Lehrer Behams als Juden bezeichnet« (soll heissen: indem er als den Lehrer B.s im Hebräischen einen Juden bezeichnet), denn nicht die Kenntniss des Hebräischen sondern nur die der hebräischen Grammatik wird den deutschen Juden von P. abgesprochen. Eine von Sb. angenommene besondere Animosität P.’s gegen die Juden ist weder aus dem hiefc noch aus dem S. 70 unten angeführten zu erweisen. — S. 7, Z. 16. »Eine zu Pesaro in Italien minima forma gedruckte Bibel« hat es im Jahre 1500 nicht gegeben. Die Angabe 8. 8, Anm. 6, dass es sich um die Bibelausgabe Pesaro 1494 handle, ist falsch; Wolf, auf den Sb. sich beruft, hat das richtige: Brixiae 1494. Sb. hat also das Citat aus Wolf nicht nachgesehen, sondern anderswoher falsch übernommen. Die von P. im Jahre 1500 erworbene, Bibelausgabe figuriert bei Sb. S. 57, Z. 15 sogar als Codex Pisaurensis! — S. 9, Anm. 9 scheint der Verf. die hebräischen Kenntnisse P.’s und Reuchlins als etwa gleichwerthig anzusehen, eine ganz ungerechtfertigte Voreingenommenheit zu Gunsten P.’s, die dem Verf. niemals beigekommen wäre, wenn er nicht gerade über P. geschrieben hätte. — S. 17, Z. 15 muss es statt »Schwetz« (eine Stadt in Preussen) »Schwatz« (in Tyrol) heissen. — S. 21, Z. 18 »eine zweite Ausgabe der prophetischen Bücher mit den Kommentaren Raschi's und Abr. Ibn Ezras« ist Bd. II and III der zweiten rabbinischen Bibelausgabe, Vened. 1524—25. — S. 24, Z. 3 v. u. Warum Froschoverus und nicht Frosehauer u. S. 76, Z. 9 v. u. gar Froschover? Aehnlich befremden S. 36 die französischen Vornamen bei deutschen Druckern »Jean« Schott, »Jean« Grüninger. Der Verf. hat seine Quelle (Charles Schmidt) allzu sklavisch ausgeschrieben und verräth damit auch seine Naivetät in bibliographischen Dingen. Das stärkste jedoch in dieser Beziehung ist S. 27, Z. 12 v. u. der zu Lugduni(!) erschienene Thesaurus des Pagninus. — S. 26, Z. 24 »Dass fast kein bedeutendes hebräisches Werk, sei es grammatischen,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.