Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- IV (1900)
- Issue
- 4 (Juli-August 1900)
- Date
- 1900-07-01
- Page
- Seite 107 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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107 J68. 33,18 wird statt' des durchaus verständlichen Massoratextes איה טפפרים איד* מודדים (!!) gelesen, von denen das erste nur zwei Mal, das zweite überhaupt nicht belegt ist!1) Jes. 40,20 wird S. 129,15 statt המסכן, welches Zimmern mit ass. miskannu identifiziert, das überhaupt nicht vorkommende רבן^ (== ass. sarmenu) eingesetzt, während das m&ssoret. אדן ass. erinu Jes. 44,14 mit Fragezeichen versehen ist.*) Jes. 16,8 wird S. 198,1 ח statt des durch den Parallelismus vollkommen gestützten und auch Hab. 3,17 und Deuter. 32,32 belegten י^דמות das nur im Hohelied vorkommende und schon äusserlich als Fremdwort gekennzeichnete סמדר eingesetzt. In den beiden anderen Stellen wird natürlich dieselbe Yeränderung vorgenommen, sodass an letzterer Stelle der Satz herauskommt םמדרס מ^סלה*)• Wohlweislich lässt der Yf. den Satz unpunktiert, obwohl wir sehr neugierig wären, zu wissen, wie dieses Wort-Ungetüm auszusprechen ist. Jes. 1,20 wird S. 197,10 der durch den massoretischen Text gebotene prachtvolle poetische Gegensatz (das eine Mal sollt ihr die Yerzehrenden, das andere Mal die Yerzehrten sein) durch die furchtbar platte Textänderung הרבים תאכלו zerstört. Jes. 18, 2 werden S. 108,40 dem Propheten folgende unverständliche, stilistisch geradezu himmelschreien־ de Sätze in den Mund gelegt: הוי ארץ כלי(?) כנפים א#ר קרעוהו* * * * * 8) נחרים אל עם נורא ומהלל גוי כבד ושם בו(!!!) Jes. 40, 2 werden S. 200, 35 die vollkommen klaren, wunderbar erschütternden Trostworte des Propheten zu dem ebenso kraftwie geschmacklosen Satz verstümmelt: כי השלים עצבה כי ה#בית עבדתה ס!) כי לקחה מיד ה׳ #למים ככל חטאתיה Jes. 18,4 wird 196,49 dem Propheten folgender hebräisch sein sollender Satz zugemutet: אשקטה ואביטה ככורם להראות אבים ולעלות חרצנים כי לפגי חרצן כתם פרח ובפר גמל יהיה נצה Aber die Krone setzt der Yerfasser seiner Aenderungswut durch die geradezu unglaubliche Motivierung auf, dass der recipierte Text ״has been smoothed by an editor (S. 196,46)! Man traut seinen Augen nicht. Ist der Text nur auf das Geringste uneben und schwierig, dann wird er verstümmelt, dass er kaum wieder zu erkennen ist. Ist er aber leicht und verständlich, dann ist er ,geglättet“, und muss ebenfalls verstümmelt werden. Ist denn da nicht die Frage berechtigt, wozu sich ג) Dass das massoretische איה סנור את המגדלים die hier vorzüglich passende Bedeutung eines militärischen term. techn. hat, beweist Ps. 48,13: ספרו מגדליה. 2) Man sieht aus den angeführten Beispielen, dass es eine Spezialität des Yerfassers ist, selten oder überhaupt nicht vorkommende Wörter möglichst viel in den Text hineinzucorrigieren, das nennt man auch Kritik! 8) Sic! ארץ ist bekanntlich Femininum,