Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- IV (1900)
- Issue
- 2 (März-April 1900)
- Date
- 1900-03-01
- Page
- Seite 62 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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— ־ — 62־ nach Ohr. bildete im Allgemeinen jedes Buch eine^ eigene Bolie*׳ sö dass; die Präge der Ordnung der Bücher nicht entstehen ״könnte“ (vgl. auch p. 99). Die schon angeführte j bekannte 5-Bäriaitha über die Anordnung der biblischen Schriften (b. Baba Bathra 14 b, welche W. selbst p. 99 ohne genaue Quellenangabe mittheilt) ist spätestens im zweiten Jahrhundert gelehrt worden, ihr Inhalt kann aber auch um 200• Jahre älter sein. Da unser Verfasser' die fragliche Baraitha im Original nicht gesehen hat — er hätte sie auch in Dalman’s ״Traditio veterrima“ lesen können — citirt er aus ihr die Eintheilung der Propheten in נביאים ראשונים und אחרונים, was in ihr nicht׳ enthalten ist. Von Ahron ben Ascher sagt W. (104), er habe gegen den Anfang des zehnten Jahrhunderts geblüht und sei einige. Zeit vor 989 gestorben. Ben Ascher hätte dann über 100 Jahre, alt werden, müssen. Zu sagen war nur, er sei vor 989 gestorben, und habe vor 940 geblüht (siehe Baer-Strack, Dikduke Hateamim Xi). — S. 113 Z. 5 v. unten dürfte ״n before b“ Druckfehler sein, statt ״n before m“, denn in den angeführten Belegen (Jes.' 35,1 יששום und Num. 3,49 סדיום) beginnt das nachfolgende Wort mit m, nicht mit b. — Der hebräische Name der Masora lautete ursprünglich'׳ מם1ךת, auch מסורה. Die Formen מ&1רת etc. (119) sind erfunden (s. Bacher JQR III 785). Dass Akiba in. dem Spruch מסורת סייג לתורה (Aboth III 13, bei W. p. 120) die Masora gemeint hätte, ist gar nicht wahrscheinlich, da dieses Wort als Kunstausdruck sich im Talmud sonst nicht findet, was sehr anfallend wäre,: wenn ihn schon Akiba: gebraucht hätte. W. lehrt S. 125, dass in der masoretischen Schlussbemerkung zu jedem Buche nicht nur die Zahl der offenen und geschlossenen - Abschnitte und der Verse, sondern auch der Keris u. s; w. an* ‘ gegeben sei. Dies widerspricht den Zeugnissen der Codices und Druckausgaben, die die Zahl der Keris nicht angeben. Dies Ist׳ eine Neuerung Baer’s, der auch die Merkworte erfundenhat. Die Zahl der Keris schwankt nach den einzelnen Hand י Schriften, und es ist Ginsburg gelungen, dieselben bedeutend zu. vermehren. In der clausula masoretica, die W. aus einer Psalterausgabe vom Jahre 1822 abdruckt (138), findet sich natürlich-: die fragliche Angabe ebenfalls nicht. Die deutschen Kopisten im letzten Drittel des 13. und noch mehr im 14. Jahrhundert schrieben am Ende der angefertigten Codices die Formel: חזק ונתחזק הסופר לא יתק d. h. stärke dich und stärken wir uns (vgl. I. Chr. 19,13), der Schreiber werde nicht beschädigt. Obgleich Zunz schon vor mehr als einem halben Jahiv