Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- IV (1900)
- Issue
- 2 (März-April 1900)
- Date
- 1900-03-01
- Page
- Seite 58 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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88 Uebör die Makame ■ם$. Von Dr. H. Brody. In der 3.,!?forte -des Tachkemoni nennt Charisi einen altern Dichter, Salomo b«u ”Ziicbel1), von dem er sagt: ,וקרובו [שי ד יוסף: בן סהל] רבי שלמה נן צקנל, נם הוא לטד מלאכת [השיר[ וקבל. והוא עשה המחברת החסודה. אשר תחלתה נאם אשר בן יהודה. Im Jahre. 1856 hat nun Schorrs) eine Makame veröffentlicht, die mit den Worten יהודהp .נאם אשר anfängt, und er zweifelt nicht daran, .dass er die von Charisi genannte Makame entdeckt habe. In den einleitenden Worten bemerkt Schorr, dass der satyrische Roman in der Handschritt den Titel תחכסוני führe und Charisi zum Vorbild gedient habe.8) Diese letztere Bemerkung widerspricht der Angabe Charisi’s, wonach er den arabischen Makamendichter Hariri imitiere (Tachkemoni, Einleitung). Was den Titel betrifft* so muss es auflallen, dass Charisi auch darin S. b. Z. nachgeahmt hatte; ,mit Recht bezeichnet ihn daher Steinschneider4) als ״fraglich“. Die Vermutung liegt nahe, dass ein Copist — wenn nicht der Vorfasser selbst — diesen Titel Charisi entlehnt hat. Doch nicht diese Frage soll uns beschäftigen. Wir wollen die Authentie der Makame selbst prüfen. Schon Kämpf hat in unserer Makame Anklänge an Abraham ibn Esra’s und Jehuda ha-Lewis’ Dichtungen gefunden.*) Die Makame sagt: ויעלת חן חבלי ומלכודתי, Abr. ibn Esra?): יעלת .הן חבלו ומלכדתו; die Makame singt: שלום לבת רבו מצוקיה | שלום לעלמה טחשוק־ה, Jeh. ba-Lewi7): ״ .שלום לבת רבו נגופיה | שלום לחמה משזופיה Welches ist hier Original, .welches Imitation?“, frägt Kämpf. ״Das chronologische Verhältnis spricht zu Gunsten ben Zikbel’s.“ Dass aber Jeh. ha-Lewi und Abr. ibn Esra es nötig hatten, bei Zikbel eine Anleihe zu machen, wird kaum jemand einleuchten. Da, wie gOsagt, aus chronologischen Gründen das Umgekehrte auch nicht anzunehmen ist, erscheint denn, die Authentie der Makame keineswegs über allen Zweifel erhaben. Dje. Gewissheit, dass der Verfasser 1j Es ist .noch fraglich, wie der Name auszusprechen ist; vgl. Stein- Schneider in J. Q. B. 1899 (XI) p. 601. Bass die letzte Silbe —bei zu lesen ist, lehrt der Beim. '2 *) החלוץ III, 164—68. Der Abdruck ist, wie Reim und Illetrum beweisen, nicht fehlerfrei. s) Grätz VI5 6 S. 112 nimmt beide Angaben ohne Weiteres an. *) Hebr. Uebers. S• 861 Anm. 39. *) Nichtandal. Poesie II, S. 197. 6) Rosin, Reime und Gedichte II (Heft 1) S. 17. ׳) Diwfin I, S. 16, Nr. 14 Z. 1-2.