Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- IV (1900)
- Issue
- 2 (März-April 1900)
- Date
- 1900-03-01
- Page
- Seite 40 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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40 auszieht, als dies für seinen Zweck nöthig ist, führt sie Ersterer. ihrem ganzen Umfange nach an, wovon in den meisten Fällen der überwiegende Theü mit der Schriftdeutung nichts gemein hat. Es ist daher ganz natürlich, dass der Machiri, weil inhaltsreicher, auch weit voluminöser ist, als der Schimeoni. Dazu kommt noch, dass jenem auch schon solche Quellen zu Gebote gestanden haben, die dieser noch nicht kannte, wie z. B. Schemoth rabba und d. gl. jüngere Hagadawerke. Dieses dickleibige Werk hat der gelehrte Editor mit derselben Meisterschaft bearbeitet, wie wir sie von ihm zu sehen gewohnt sind. Er theilte das Ganze ״in zwei Theile, von welchen der erste, 364 S. stark, bis inclus. Psalm 72 reicht, während der zweite, im Umfange von 294 Seiten, auf die übrigen 78 Psalmen sich erstreckt. Ist es schon kein Leichtes, erläuternde Noten nebst Quellenangabe zu einem solchen Riesenwerke zu schreiben, so muss die Einleitung (IV -XVIII), welche dem ersten Theile vorangestellt ist, geradezu als eine Leistung eminentester Art bezeichnet werden. In den 31 Kapiteln, welche die Einleitung enthält, behandelt der Verf. erschöpfend all dasjenige, was bei unserem Jalkut auch nur im Entfemsten in Frage kommen könnte. Von R. Machir besitzen wir bereits seinen Jalkut zu Jesaia, welchen I. Spira nach einer Leydener Hs. (Berlin 1894) edierte. Allein der Editor selbst wird es zugeben, dass sich seine Arbeit' mit derjenigen Buber’s nicht messen kann (Vgl. zu Ersterem Buber’s Recension im Hachoker״ redigiert^von S. Fuchs, Jahrg. II, 1894). Nun einige Bemerkungen. Einleitung S. XI, 16 schreibt B.: את הילמדנו הנאבד לא ראה המבירי, dies steht geradezu in Widerspruch mit dem, was er selbst in den Noten hierüber sagt. Th. I, S. 227 N. 13 schliesst mit den Worten...וברור כי לפגי המבירי הי, זה מלמדנו הנאבד! Desgleichen Th. II. S. 187 N. 17: נראה בי נובע מהילמדנו הנאבד ... An unzähligen Stellen lässt es Buber in Frage, ob der Machiri nicht, wie schon viel‘ ältere Autoren,״ den in Rede stehenden Jelamdenu mit ״Tanchuma“ bezeichne. Demnach aber muss ihm doch dieser zu Gebote gestanden haben. S. Th. I Seite 16, N. 17; S. 71, N., 4 (ויבנהו תנחומא . . .); S. 96, N. 27; S. 235 N. 9; Th. II, S. 231, N. 158: או לקח מן הילמדנו ויבנהו תנחומא . . . und auch sonst. Richtig ist, dass R. Machir den fraglichen Jelamdenu wirklich kannte und benutzte. Denn viele Stücke, die bei ihm mit ,,Tanchuma״ überschrieben sind, werden bald vom Jalkut Schimeoni, bald vom Aruch, aus dem Jelamdenu angeführt. Vgl. z. B. Th. II, S. 98, XXVI mit Aruch s. v. 8 דמם (im Jalkut Schim. z. St. fehlt die Quellenangabe); ferner S. 205, XXXVIII; vgl. hierzu Jalkut Schim. § 874; vgl. auch S. 183, VII mit J. S. § 869, und auch noch sonst. Hieraus ergiebt sich, dass R. Machir ausser dem Tanchuma editio Buber und dem schon früher mehrmals gedruckten Tanchuma-Jelamdenu, welch’ letztem er schlechtweg Jelamdenu nennt (Einleitung das.), auch den wirklichen Jelamdenu (-Tanchuma) besass und benutzt hat. An einer andern Stelle soll dieser Punkt näher erhärtet werden. S. 26, XXIV hätte auf Tanchuma ed. B. Schelach, S. 77, III verwiesen werden sollen. S. 56, XXV wäre mit Tanchuma ibidem zu vergleichen gewesen. S. 120, XVIII Z. 2 ist התנה anstatt התרה zu lesen. S. 268, XXIII Z. 5 *״סבוקין, so ungefähr lesen auch die beiden Tanchuma-Ausgaben, wie schon Buber selbst in den Noten bemerkt. סבוקין oder auch סובקין ist gar kein Wort. Die Stelle ist aber verstümmelt und muss anstatt dessen סנקליטין (avyxXrjrog) gelesen wer? den (vgl. den demnächst zu erscheinenden Midrasch־Jelamdenu S. 16b). S. 286, XXIII: Dieselbe Stelle führt Jalkut Machiri, Jesaia S. 175