Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- IV (1900)
- Issue
- 1. (Januar-Februar 1900)
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 17 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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17 310. Pästritius, Jo., Von welchem Imbonatus p. 124—7 70 Schriften aufzählt, Fürst, ID, 68, nicht eine einzige, verf. einen Tractatas de Jos. Gorionide und übersetzte 6'abbatai Horwitz, טל ytV; Wolf III׳ p.. 387 und I p. 1029. [Paolo,• ein Prediger 1475 in Sicilien, dessen Gelehrsamkeit im Hebräischen von Lagumina. II, 167 n. 574 hervorgehoben wird, . ist als Schriftsteller nicht bekannt, Oben, I, 87 nicht erwähnt.]1 2) Mitteilungen aus handschriftlichen Bibel-Commentaren *) von Dr. Samuel Poznanski. V. Fragment eines Commentars zu Leviticus. Dieses Fragment, das sich auf Cap. 15,23 — 31 und 16,31 bis 18,28 erstreckt, ist kein zusammenhängender, fortlaufender Commentar im strengen Sinne des Wortes, enthält vielmehr Bemerkungen zu einzelnen Stellen der Schrift, an die sich hin und wieder Digressionen anschliessen. Es ist in mehrerer Hinsicht interessant und verdient deshalb veröffentlicht zu werden. Zunächst wegen der vielen Citate, die darin Vorkommen. Es werden nämlieh in diesen winzigen Blättern angeführt: die Talmudisten (die אלאולון oder אלקרמא und einmal auch ״ אהל אלנקלLeute der Ueberlieferung;“ genannt werden), das Targum, Saadja, der als ״der Uebersetzer“ (אלמססר) schlechthin bezeichnet wird, sein literarischer Gegner Mebasser, Samuel ibn Chofni (רב שמואל נאק), Hajjug (אבו זכריא) und Äbulwalid. Interessant sind auch die Ausfälle gegen die Karäer, die hier als ״Häretiker“ (!אלנואר) betitelt werden 1). Einmal handelt es sich um das Baden einer Menstruiernden, und überhaupt eines Unreinen. Die Karäer behaupten nämlich, רחיצה bedeute das Begiessen einer Person oder einer Sache mit Wasser, טבילה dagegen das Untertauchen im Wasser, wobei unter מים חיים süsses, d. h. zum Trinken taugliches Wasser gemeint sei, aber nicht aus einer Quelle Giessendes, wie die Talmudisten lehren*). Sie gestatten demnach 1) Paulus Burgensis s. oben n. 37; Paulus de Heredia, geb. Jade, s. Catal. Boäl. unter Nechünja p. 2057; vgl. Grätz Y1II, 231. *) Vgl. ZfHB. I, 96.118; II, 56.163. *) Ebenso nennt sie z. B. Samuel ibn Gämi‘ in seinen Schlachtregeln, s. Steinschneider in Geigers jüd. Zeitschr. I, 241. Ygl. auch unten Anm. 10 2) S. Hadassi, אשכל הכפר, Alphab. 294, Buchst. ד ff.; Aron b. Elia, גן עדן. fol. 110; Baschiatschi, אדרת אליהו ed. Eupatoria, fol. 73 usw. Als Beweis für die Bichtigkeit der Auffassung von מים חיים dient ihnen hauptsächlich Num. 19,17. 2