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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1898-11-01 · 5/6 (November-Dezember 1898) · p. Seite 182

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
III (1898)
Issue
5/6 (November-Dezember 1898)
Date
1898-11-01
Page
Seite 182 (sequence 54)
Language
German
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182 und Korn, und diese kommen zunächst doch für die Ethik des Judentums in Betracht, sittlich etwas nur insofern ist, als es ein göttliches Gebot ist. Wenn גזל נכרי unsittlich ist, so ist es eben nur deshalb, weil die Halacha so entscheidet, und weil es ein göttliches Gebot ist, den Worten der Weisen zu folgen לא תסור כו׳• Unserer Ueberzeugung nach verliert, trotz Hartmann, die Ethik nicht nur nicht an Würde, wenn sie anstatt auf dein inneren Bewusstsein des Mensehen sich auf dem Gottesgedanken aufbaut — dies erkennt auch L. an — sondern sie wird gerade auf ein höheres Prinzip, auf das Absolute, auf Gott zurückgeführt. Ein zweites ist, dass L. seiner eigenen grundlegenden Forderung, jede subjektive Zuthat zu dem objektiv gegebenen Material zu vermeiden, — selbstverständlich ihm unbewusst — nicht ganz getreu geblieben ist. Wenn L. ausführt: ״Der Ausspruch: die ßundeslade trägt ihre Träger, nicht die Priester tragen die Bundeslade, bedeutet zweifellos nichts anderes, als die ethische Welt schöpft auch die physischen Kräfte, deren sie bedarf, aus der Quelle der Idee, aber nicht die physischen Bedürfnisse, .Kräfte und Befriedigungen erzeugen die Gebilde der Idee“ (S. 14), so ist das trotz aller Verklausulierung in Anhang No. 5 eine subjektive Deutung dieses Spruches. Es wären noch andere Beispiele dafür anzufüren. In dem unendlich reichen Schatz des talmudischen Schrifttums sind auch immer genug Aussprüche zu finden, die völlig durchsichtig sind, und nur die grossartige Veranlagung, die L, für das ״Magiduth“ besitzt, hat ihn wohl hier und da zu solchen entlegeneren Stellen geführt. Es sei aber ausdrücklich hervorgehoben, dass, soweit wir gesehen haben, an keiner Stelle durch eine derartige Deutung die Richtigkeit der!׳.,sehen Ausführungen berührt wird. Ausführlicher und mehr über dies grandiose Werk, das auf jeder Seite fast zum Denken anregt und zur Stellungnahme für oder Wider veranlasst, an anderer Stelle* W. SELLIN, E., Beiträge zur israelitischen und jüdischen Religionsgeschichte. Heft I (ZfHB. I, 139); Heft II (das. H, 142). Unter dem in der Aufschrift genannten allgemeinen Titel beabsichtigt der fruchtbare Verfasser, von dem inzwischen auch eine umfassende Arbeit über Serubabell) erschienen ist, mehrere Probleme der sogenannten alttestamentlichen Theologie zu behandeln. Die erste Arbeit ist dem Hauptproblem der israelitischen Religionsgeschichte gewidmet und zerfällt in die folgenden zwei Teile: J. Verhältnis zu dem Volke Israel nach altisraelitischer Vorstellung; ג) Serubabel. Ein Beitrag zur Geschichte der messianischen Erwartung und der Entstehung des Judentums. Leipzig 1898. גד

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