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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1898-05-01 · 3 (Mai-Juni 1898) · p. Seite 69

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
III (1898)
Issue
3 (Mai-Juni 1898)
Date
1898-05-01
Page
Seite 69 (sequence 5)
Language
German
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die dort versprochene Ausgabe des Textes folgen lassen. Inzwischen hat Neuhauer in seinen Mediaeval Jewish Chronicles (B. II S. 26-67) gleichfalls eine neue Ausgabe des S. 0. gegeben. Während Neubauer seinem Abdruck 9 Handschriften zu Grunde legt, deren Varianten' er mitteilt, benutzt Kätner nur 8 Handschriften, aber er sammelt sämtliche in dem weiten Gebiete der jüdischen Litteratur sich findenden Citate aus und Parallelstellen zu S. O. mit geradezu erstaunlicher Gelehrsamkeit und ausdauerndstem Fleisse. Die ganze tälmudische Literatur, alle Midraschim, die Bibelkommentare von Kaschi, R. Jesaia di Trani und anderen, auch halachische Werke, wie Halachot Gedoloth, Machsor Vitri, Manhig etc. hat er durchforscht. Natürlich ist ihm dabei Manches entgangen, doch dürften sich kaum zahlreiche Nachträge geben lassen. Ich will hier zwei übersehene Stellen auführen. In הגהות מרדכי zu Pesachim fol. 163 § 841 ed. Riva findet sich: הניא בסדר עולם בכ״ב בניסן בא׳ בשבת סיבבו יריחו ובאותו פרק מת משה, während alle Handschriften und Ausgaben haben: ויום השבת היתה; das wäre S. 47 Anm. 26 zu erwähnen gewesen. Ebenso fehlt S. 137 Anm. 37 ein Hinweis auf Mordechai ben Hillel, הלכות ארץ ישראל (Kolm, M. b. H. S. XIII), wo קדושה statt ירושה im S. 0. gelesen wird. — Verdient die fleissige Sammlung des Materials das höchste Lob, so kann man der Anordnung nicht beistimmen. Die weitschweifigen Anmerkungen sind sehr unübersichtlich. Das Buch hätte an Brauchbarkeit viel gewonnen, wenn R., nach dem Vorbilde der Ausgabe Wilna 1845, ein vollständiges Verzeichnis der Parallelstellen und der Citate zu jeder Stelle zunächst unter den Text gestellt hätte. Dann hätte er in einem besonderen Abschnitt die Varianten zusammenstellen sollen, wobei Neubauer’s Kollation ganz aufzunehmen gewesen wäre. (Die Varianten sind bei R. nur zum kleinsten Teil benutzt.) Dann erst hätten die übrigen Noten folgen sollen. Während R. alle möglichen Bücher durchgearbeitet hat, um den kritischen Apparat zum S. O. zu vervollständigen, hat er auf die wichtigsten Hilfsmittel nicht die genügende Sorgfalt verwendet. Er benutzt die editio princeps nur ganz ungenügend. Sonst könnte es nicht Vorkommen, dass er Fehler in der Baseler Ausgabe oder in Genebrards Uebersetzung erwähnte, die sich schon in der ed. pr. finden. Man vergl. z. B. S. 2 Anm. 11; S. 4 Anm. 26; S. 10 Anm. 16; S. 12 Anm. 44 und sonst. S. 20 Anm. 25 verbessert R. einen Fehler, den ich in 7 Ausgaben vergeblich gesucht habe! S. 11 Anm. 23 wird die Handschrift Halberstam’s, von der doch R. eine Kollation besitzt, als כ״י בס׳ סדר החכמים angeführt! Der Text, den R. bietet, ist kaum brauchbar. In jedem Kapitel fehlen mehrere Worte. So ist zu ergänzen: S. 4 Z. 3 מקץ שלשים שנה [וארבע מאות שנה] וגו׳, S. 6 Z. 3 בא לו אצל יצחק [אביו ארצה כנען!. S. 13 Z. 8 muss es statt שנימול heissen: [שמל [בן צ״ט שנה שנא׳ ואברהם; den Anfang von Kap. 16 und Kap. 21 giebt R. nach den הגהות הגר׳־׳א ohne darauf aufmerksam zu machen! Es scheint ihm selbst entgangen zu sein; vergl. S. 89 Anm. 1. Verf. nennt das S. 0. noch immer Rabba, trotzdem dieser Zusatz weder in den Handschriften noch in der ed. pr. sich findet und, nach der Einleitüng S. 93, zuerst im 13. Jahrhundert bei Jesaja di Trani vorkommt. Auch ist das S. 0. nicht nach Handschriften und Druckwerken herausgegehen, .sondern diese sind nur in den Anmerkungen benutzt. Eine kritische Ausgabe hat demnach R. ebensowenig geliefert wie Neubauer. Aber beide ergänzen sich und sind unentbehrliche Vorarbeiten zu einer abschliessenden Ausgabe, die nur durch diese Arbeiten möglich ist. Zu bedauern ist jedoch, dass Neubauer’s Abdruck der wichtigsten Qx*’

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