Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- III (1898)
- Issue
- 2 (März-April 1898)
- Date
- 1898-03-01
- Page
- Seite 60 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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60 am 22. Schewat 5234 in Pavia fertig geschrieben ist. Ein Späterer hat, am das Alter der Handschrift höher zu stellen, dem ר in רל״ד links einen Strich hinzugefögt — und so קל׳יר daraus, gemacht. Dies hat G. Sacerdote bei der Beschreibung der Handschrift nicht bemerkt. Um ganze tausend Jahre macht der lateinische Vermerk die Handschrift No. 2 der Ambrosiana älter, s• meine Schrift ״Ein Gang durch die Bibliotheken Italiens“ S. 30 No. 32. Eine solche Fälschung erfolgte in manchen Handschriften in der Weise, dass man vom ה als Bezeichnung für 5000 den linken Strich wegradierte, und so ein ד herstellte. Ein weiteres, interessäntes Beispiel für die Bezeichnung der Aera Christi (S. 56) bietet der von einem Täufling geschriebene Sohar in der Casanata, der das Jahr 5274 angiebt und am Schlüsse 1513 להשבק הניאה, also nach der Empfängnis, datiert.*) Nur zur geschichtlichen Ergänzung über aas S. 70 über die Wegführung der Heidelberger Bibliothek Mitgeteilte sei hinzugefügt, dass ich mich, gestützt auf das von mir in der Vaticana gewonnene Material, unterm 16. Februar 1879 an den damaligen Cultus-Minister Falk wandte und von demselben folgenden Bescheid erhielt: Berlin, 27. Februar 1879. Ew. Wohlgeboren sage ich für die gefällige Zusendung eines Abdrucks Ihres Vortrages: ״Ein Gang durch die Bibliotheken Italiens“ meinen Dank. Von Ihrer Mittheilung in dem Vortrage und der begleitenden Zuschrift vom 16. d. M. über die im 30 jährigen Kriege von Heidelberg nach Rom gelangten hebräischen Hand- Schriften habe ich mit Interesse Kenntniss genommen; ich zweifle indess, ob Ihre Anregung zur Zurückführung dieser Manuscripte Erfolg haben kann. gez. Falk. Zu S. 31 über die Abbreviatur des Tetragramms sind noch meine Bemerkungen in der Schrift: üeber den Einfluss des ersten hebräischen Buchdrucks S. 47 hinzuzufügen. Für die zweimal (S. 6 u. 17) gegebene Notiz, dass zur Bereitung des Pergaments Hundekoth als Gerbestoff verwendet wurde, ist auf die Haggada des apokryphischen Tanna Jesaja am Schlüsse des Perek Schira zu verweisen. — Für Verzierungen und Figuren (S. 26) hätten wir aus dem reichen Material nähere Nachweisungen für die jüdische. Kunst, besonders aus Florenz, gewünscht. Auch das Nürnberger Machsor mit seinen Miniaturen gehört hierher. Gelegentlich sei die Mitteilung im Catalog der hebräischen Handschriften in der Stadtbibi, zu *) Hiermit ist die hierüber gegebene Notiz S. 26 meiner Schrift ,Ein Gang“ za ergänzen. ל