Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- III (1898)
- Issue
- 2 (März-April 1898)
- Date
- 1898-03-01
- Page
- Seite 61 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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61 Hamburg S. 36, nach welcher im Cod. 86 betende Juden in Mönchsgewändern mit Kapuzen abgebildet seien, dahin berichtigt, dass es die mittelalterliche Kleidung, die in der Gugel mit Mitron bestand, ist, in welcher die Juden dort erscheinen. Für Ortsnamen (S. 53) lässt sich aus Handschriften ein bedeutendes Material gewinnen. Zu meinen geographischen Artikeln in der hebräischen Bibliographie XIu.XII füge ich gelegentlich hinzu: Detmold, welches ich indem Beinamen טיטמול eines ר חיים erblicke, von dem in den calendarischen Tabellen v. J. 1343 in einer Machsor-Handschrift der National- Bibliothek zu Turin eine astronomische Mitteilung gemacht wird. Im cod. 318 der Vaticana benutzt der Schreiber oder Eigenthümer das leer gebliebene Quadrat, welches für die Ornamentik des ersten Wortes im Gebet für die Mittelfeiertage des Pessachfestes bestimmt war, um seine an einem dieser Tage des Jahres 5248 geborene Tochter Chanlein darin schriftlich zu verewigen. Er selbst nennt sich Abraham b. Joseph aus Emmerich, wofür Assemani im Oatalog fälschlich Hamburg gelesen hat. — Zu den neuen Er- Werbungen in der Vaticana, welche noch nicht catalogisiert sind, gehört eine Pergament-Handschrift der talmudischen Novellen Sal. b. Aderets, am 13. Kislew 5614 in Padua von Schelachjah b. Jehuda aus Candia für seinen Lehrer Abraham ha-Rofe b. Jehuda ha-Rofe beendet. Die Handschrift war im Besitze eines Mose b. Jehuda וריישטט, d. i. Freistatt. — Der Hinweis (S. 8 u. 33) auf die Deckel und Einbände, wie diese nicht selten Fragmente von Handschriften oder Druckbogen enthalten, regt mich zu der Mittheilung an, dass auch in der unter meiner Verwaltung stehenden Seminar-Bibliothek unter einem ganz stark aufgetragenen Deckel eines in Salonichi gedruckten Foliobandes eine Anzahl von Blättern gefunden worden sind, welche einer Talmudedition angehören, in der die Pagination mit der in unseren Ausgaben nicht übereinstimmt. Auch Professor Ohwolson in Petersburg und Dr. E. Adler in London besitzen solche Blätter, über die eine nähere Notiz erfolgen dürfte. Zu der Beschreibung der Handschriften in Parma aus der ehemaligen Sammlung Foa sind von mir in der hebr. Bibliographie No. 81 S. 60 ff. nicht unwesentliche Berichtigungen und Ergänzungen gegeben worden, für die ich noch ein weiteres Material zur gelegentlichen Verwendung bewahre. Wie das alte Baumwollenpapier auch als Pergament angesehen wurde (S. 19), geht aus der Bemerkung des Commentars von Simson. aus Sens zu Kelim 10, 4 und 27, 5 hervor: נייר הוא של עשבים קלף שעושין מקוטק בלעז. Wenn (S. 17) vom unangenehmen Geruch