Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- III (1898)
- Issue
- 2 (März-April 1898)
- Date
- 1898-03-01
- Page
- Seite 59 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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59 Talmud verfolgte und verdammte, hatte er bereits für alle die Stellen, die man gegen ihn geltend machte, mindestens die Anspräche eines classischen Alterthums gehabt, und war nicht zu den zeitgenössischen Schriften der Ketzer zu zählen. Eher war der Hinweis auf die Jetztzeit am Orte, in der noch immer Schriften, welche für schädlich gehalten werden, eingestampft und vernichtet werden müssen. Diese Bemerkung, zu der noch eine grössere Anzahl von Ab- Schweifungen — Verf. tadelt solche bei den Rabbinern (S. 74) — hinzugefugt werden könnte, wird nicht im geringsten den Dank beeinträchtigen, den wir dem Verfasser schulden, dass er für den Gegenstand, der bis jetzt noch auf keiner Lehranstalt eine selbständige Pflege gefunden hat, eine Vorlage geschaffen hat, die, wie er selbst wünscht, in Monographien oder Encyclopädien näher ausgeführt werden möge. Zuvörderst sei nun der Anfang mit einer Reihe von Bernerkungen gemacht, welche sich mir bei einer cursorischen Lectüre* ergeben haben. Das Fragezeichen (S. 27) nach הלפופות erledigt sich; die Bedeutung ist, mit einander verbundene Buchstaben. S. 13 Z. 14 ist Serachja b. Jehuda zu lesen und S. 47 Z. 16 ist ״seine״ vor Kraft zu streichen. In den Zusätzen S. 25 ist Eudoxius, wie aus meiner Geschichte der Juden in Rom S. 76 hervorgeht, zu lesen. Die Handschriften in Mailand sind im Magazin 1880 und die in Neapel (S. 75) ebenda 1889 von mir beschrieben. Das Verzeichnis der Handschriften in Reggio d'Emilia und in Verona haheich ebenfalls aufgenommen, um es noch zu veröffentlichen, üeber wandernde Abschreiber (S. 53) habe ich in der oben erwähnten Geschichte II S. 38 eine besondere Notiz gegeben, ln den Schriftarten (S. 30) ist noch כתיבה רוטורלה, wahrscheinlich eine Rundschrift, die in Verzeichnissen von Handschriften bei Erbesregulierungen einige Male erwähnt wird, hinzuzufugen. Zu der Literatur über die Punktation (S. 12) ist das neueste compendiöse Werk von Bacharach אשתדלות עס שד״ל, Warschau 1896, nachzutragen. Gefälschte Jahresdaten, um das Älter der Handschriften zu erhöhen, findet man in allen grösseren Bibliotheken. Die leichteste Art der Fälschung war, an das ר links einen Strich anzufügen, um so ein ק herzustellen. Auf einer irrtümlichen Berechnung beruht die Angabe des Catalogisten zur Handschrift 16 in der AngeJica (s. Catalog, von Capua verfasst S. 93), der ein beigefügtes Blatt vom Januar 1205 datiert, weil dort ייגארו רד״ ל״, also 1445, angegeben ist. üebrigens sind die auf jenem Blatte verzeichneten Bücher jünger als 1205. In der Casanata befindet sich (Cod. 77) ein Machsor mit italienischem Ritus, welche