Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- III (1898)
- Issue
- 2 (März-April 1898)
- Date
- 1898-03-01
- Page
- Seite 53 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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53 zusenden: An die zur neuen hebräischen Originalausgabe der heiligen Schrift zusammengetretene Gesellschafft von Gelehrten in Carlsruhe. Unter der nehmliehen Aufschrift können auch alle Gelehrte ihre critische und andere, die Textesworte selbst betreffende Erinnerungen und Beiträgen einsenden, damit man solche beurtheilen und wieder beurtheilen lassen kann. Damit aber auch bei diesem wichtigen Werck das Publicum in Ansehung der Pränumerationsgelder vollkommenste Sicherheit hat, wollen S. Hchf. Dl. Herr Marggrav von Baden Durlach unter der eigenen Autorität besagte Gelder so wie sie eingehen in Empfang nehmen lassen. Die Herren Pränumeranten und die so Pränumeration annehmen, belieben sich demnach der Ueberschrifft zu bedienen: An das Hf. Marggrävliche Baden Durlachsche geheimde Baths Collegium in Carlsruhe. Dieses höchste Collegium der Baden Durlachschen Lande wird solche Gelder alsdann einem Rechnungscollegio überantworten und also darvor des Herrn Marggraven Hf. Dl. Selbst Gewähr leisten. Diejenigen Universitäten und Jüdische Synagogen, welchen von uns die Correctur Bögen nicht zugesandt wären, und die solche dennoch zur Durchsicht verlangten, sollten berechtigt seyn unter der Aufschrift der Gelehrten solche durch Briefe zur Durchsicht zu fordern. Endlich versichern wir noch, dass uns Jede freundschaftliche und liebreiche Erinnerung das ganze Werck in allen seinen Theilen betreffend höchst angenehm sein wird. Der glorreiche, allmächtige der so sehr kennbar ist, dessen Fülle der Majestät, so wie sein Nähme unaussprechlich, unbegreiflich ist, fördere dieses zur Verehrung seines Namens abzweckende Werck, wenn anders Sterbliche ihn verehren können? Gebenedeyet, gefürchtet und geliebet sey er in Ewigkeit. Geschrieben Carlsruhe d. 12. Nov. 1759. Michael Macklott. Die Nahmen aller Personen werden der Bibel vorangedruckt.1) Gediehte Asarja de Rossi’s. Mitgetheilt von Dr. J. Bergmann. Dass Asaija de Rossi, der grosse Kritiker, sich zuweilen auch als Dichter im Reimen versuchte, ist aus der Zunz’schen Biographie (Kerem Chemed V S. 131 ff.) genügend bekannt. Ausser den sechs Gedichten, die in seinem kritischen Werke Meor Enajim Vorkommen, und dem Schlussgedichte zu seinem מצרף לכסף, schrieb er noch ein Schlussgedicht zu Abravanel’s gedrucktem מרכבת המשנה (K. Oh. V, S. 133), ein Epitaphium für seinen Sohn Benjamin (S. 134) wie auch eines für sich selbst (S. 136). Ein von ihm verfasstes Sabbatlied wurde in das zu Ferrara 1693 (תניג) gedruckte Gebetbuch סדור מברכה aufgenommen (S. 151) und in der MicheFschen Bibliothek sind handschriftlich Savoyenlieder (שירי סאבויה) vorhanden, die er auf den Tod Margherita’s, der Fürstin von Savoyen, im Jahre 1576 ((של״ו ג) Fase. 274 (93) Ober-Amt Carlsruhe Bücher. Die Erlaubniss u. d. Privilegium zur Errichtung einer Buchdruckerey in hebräischen Schriften inC. betreffend