Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- II (1897)
- Issue
- 6 (November-Dezember 1897)
- Date
- 1897-11-01
- Page
- Seite 170 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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170 statt deren zwei 78 + 716 Tone stehen müssten. Durch solche Veränderungen leidet selbstverständlich die Originalität der Lieder. Allein die Schuld liegt wahrscheinlich nicht am Herausgeber, sondern an dem Herrn, der die Lieder zum ersten Male nach dem Hörensingen niedergeschrieben hat. Höcht merkwürdig ist das Lied ״Aheem“, welches in e mol geschrieben mit dem charakteristischen dis schliesst, welches als ein Lied über den Tod wie ein ewiges schauriges Fragezeichen ausklingt. — Wir können im Allgemeinen unsere Zufriedenheit über das Erscheinen des vorliegenden Heftes ausdrücken und wünschen, dass noch weitere Sammlungen folgen mögen. — Samuel Rapaport.] DILLMANN, A., Genesis Criticaliy and Exegetically Expounded. Trans, from last ed by Wm. ß. Stevenson. 2 vols. London, Clark, 1897. 942 S. S21. — DUENNER, J. H., Leerredenen gedurende het Zomersemester 5657—58. I. Bd. Amsterdam, Van Creveld u. Co., 1897. 114 S. Fl. 1.25. FOREST, L., La naturalisation des juifs algeriens et l’insurrection de 1871. Etüde historique. Paris, sociäti fran£aise d’imprimerie et de librairie, [1897.] 55 S. [Eine historische Studie zur Belehrung der Juden und Antisemiten, der Juden, welche bisher der Ansicht waren, dass die Naturalisation der algerischen Juden das Werk Cremieux’ war und der Antisemiten, welche glauben wollen, dass dieselbe nur Cremieux zu verdanken ist! Der Vf. sucht im ersten Teile seines Schriftchens an der Hand eines reichen Materials nacbzuweisen, dass die seit 1847 aufgeworfene Frage der Naturalisation der alg. Juden, welche durch die Verordnung vom 9. Nov. 45 ihr Separatrecht als Eingeborene verloren hatten und durch einen Senatsbeschluss vom 14. Juli 1865 zwar als Franzosen erklärt wurden, ohne jedoch der französischen Gerichtsbarkeit weder in Civil-, noch in Eherechtlicher Beziehung voll zu unterliegen, eben kurz vor dem Zusammensturz des Kaiserreiches so weit gediehen war, dass der franz. Minister des Innern unter allgemeinem Beifall der Kammer erklären konnte, dass es der lebhafte Wunsch der Regierung sei die alg. Juden zu naturalisiren und nur eine Formfrage zur Zeit die definitive Lösung der Angelegenheit verzögere. Drei Monate später war Cr. Justizminister und unterschrieb als solcher den Gesetzentwurf, den sein Vorgänger ausgearbeitet und den seine Partei unter andern liberalen Reformen ihrem Programm einverleibt hatte. — Der zweite Teil ist der Untersuchung gewidmet, in wieweit die Naturalisation der alg. Juden irgendwie den alg. Aufstand vom J. 1871 beeinflusst habe. Der Vrf. prüft die versch. Ansichten und Zeugnisse und gelangt durch eine eingehende Betrachtung der damaligen Lage Frankreichs und der Colonie zu dem Schlüsse, dass auch ohne Inkrafttreten jenes Gesetzes ״der Aufstand nichtsdestoweniger zu derselben Zeit, an denselben Punkten, mit derselben Stärke und Itensivität ausgebrochen wäre.“ — Wir können leider nicht glauben, dass die Broschüre etwas zur Klärung der Lage im Allgemeinen beitragen wird! — r.] GEIGER, L., Michael Sachs und Moritz Veit. Briefwechsel Frankfurt a. M., J. Kaufmann, 1897. XXIV u. 108 S. (mit den Portr. von Sachs u. Veit). M. 2. ד