Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- II (1897)
- Issue
- 5 (September-Oktober 1897)
- Date
- 1897-09-01
- Page
- Seite 157 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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157 Poetisches. Mitteilungen von Dr. H. Brody. II. Is&ak al-Awäni (?). In der 8. und 18. Makame seines Tachkemoni nennt Charisi eine Anzahl von Dichtern, deren poetische Erzeugnisse ein Rauh des berüchtigten ״Zahnes der Zeit“ geworden sind. Es fehlt uns somit die Möglichkeit, die oft sehr harten Urteile dieses Kunstkritikers auf ihre Richtigkeit zu prüfen. Eine solche Prüfung würde, wie wir vermuten, ergeben, dass Charisi seine Vorgänger unbefangen und zutreffend beurteilt hat, seinen Zeitgenossen aber nicht immer gerecht geworden ist. Der reisende Makamendichter hat, wie bekannt, oft mit materiellen Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt. Um aus diesen Kämpfen, die den Männern der Wissenschaft nur in den seltensten Fällen erspart bleiben (man vergleiche die heutigen Verhältnisse), als Sieger hervorzugehen, hat er z. B. sein Makamenbuch zu verschiedenen Zeiten vier Mecänen gewidmet. Nicht selten verkündet er das Lob verschiedener Wolthäter, deren Freigiebigkeit ihn aus mancher Verlegenheit gerettet. Wer wird uns die Vermutung übel nehmen, dass in der Beurteilung seiner zeitgenössischen Dichter seine persönlichen Verhälnisse ebenfalls ״die Hand im Spiele“ hatten? Zu den Dichtern, die Charisi mit einem strengen Urteile bedacht hat, gehört der babylonische Sänger Isliak al-Awäni. In der 18. .Makame (ed. Amst. p. 86a) sagt Chasisi: ואחריו רבי יצחק בן אלאואני/ הוא מאד עשיר אבל שירו דל ועני/ והוא קנה באלף זהובים הישיבה חולהו ירכבנה, אשה יארש ואיש אחר ישכבנה. והוא מחבר שירים מנופצים בשחת בלי, ונשחת הכלי; ואס ישאל שואל איזה השיר הנמאס למשכילים; ויאמר ה, הנה הוא נחבא אל הכלים. Von Isfcak drang sonst keine Kunde zu uns. Ueber die Lebensumstände dieses Zeitgenossen Charisis ist nichts bekannt. Auch von seinen Dichtungen wurde uns nichts überliefert. Sollte dieser Umstand das Urteil Charisis unterstützen? In dem umfangreichen Gebetbuche nach Ritus Jemen, Ms. Berlin, 4° Or. 576, das Steinschneider in der I. Abt. seines ״Verzeichnisses der hebr. Handschriften״ der kgl. Bibi, zu Berlin Nr. 103 (S. 69 f.) und Anhang N. III (S. 117—130) ausführlich beschrieben hat, ist auch ein Gedicht unseres Ishak enthalten (fol. 137 a). Wir haben keinen Grund, die Glaubwürdigkeit der Angabe des Sammlers zu bezweifeln. Wollten wir aber dennoch einem Zeugen nicht da§