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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1897-05-01 · 3 (Mai-Juni 1897) · p. Seite 101

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
II (1897)
Issue
3 (Mai-Juni 1897)
Date
1897-05-01
Page
Seite 101 (sequence 33)
Language
German
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101 / Die hebräisehen Druckereien zu Karlsruhe i. B. und ihre Drucke. Mit Benutzung cler Akten des Grossh. General-Landes-Archiv in Karlsruhe, beschrieben von Dr. Ed. Biberfeld. (Fortsetzung.) Der Hofrath weist darauf das 0. A. an, dem L. W. zu eröffnen, dass seiner Bitte gewillfahrt werden würde, wenn er sich verbindlich mache, deutsch lesen und schreiben zu lernen, dazu auch seine Kinder anzuhalten, und diese, sowie seine Frau weiter noch ״das wollen spinnen und Schlempen109) erlernen zu lassen.w Auch müsse er sich reversiren, keinen Handel zu treiben, sondern nur von der Druckerei sich zu erhalten. 110) Am 19. August bittet darauf L. W. von diesen Bedingungen abzustehen, da seine Verlobte, die vermögend sei, darauf nicht eingehen werde, und auch er auf den Handel nicht verzichten könne.111) Schliesslieh verzichtet der liofrath bezüglich der Verlobten des W. auf die gestellten Bedingungen, hält sie aber bezüglich der Kinder aufrecht112) und auf dieser Grundlage wird dann am 16. October 1785 der gewöhnliche Schutzbrief ausgefertigt.113) Kaum drei Jahre sollte Löw Wormser dieses Schutzes sich erfreuen. Schon am 22. April 1789 begegnen wir in den Akten einer Eingabe seines Bruders Hirsch Moses W. 114) ״Schutzjuden zu Rastatt und Belte Moses des Talmud Lehrer dahier“ 115), in der sie bitten, ״da ihr Bruder resp. Schwager inzwischen ohne Leibes Erben gestorben ist und ich sein Bruder Hirsch M. W., dermalen zu Rastatt wohnhaft, die Buchdruckunst ebensowohl als derselbe erlernt, auch ich sein Schwager Belte Moses die Buchdruckerei mit ihm bei seinen Lebzeiten besorget urd dieserwegen auch das Hauss ganz an mich gebracht habe, 116) um mit meinem dermaligen Schwager die hebräische Buchdruckerei fortzusetzen . . . ., da im ganzen Land kein jüdischer Buchdrucker sich findet, ich, Hirsch M. W. auch diese Kunst mit vielen Kosten wohl erlernet und darauf gereiset bin und seit dem Absterben meines Bruders den Druk י0נ) Schlempen hecheln. 110) Kandvermerk auf vorigem Stück. m) Stk. 65. 112) Stkk. 66, 67. 118) Stk. 68. 1J4) Der Obengenannte, der neben Löw als Setzer zeichnet. n&) Pelte Moses aus Offenbach, der Vater des späteren Grossherzogi. Oberraths der Israeliten, Naphtali Epstein. 116) In der ״langen Strasse“, gegenüber dem Ritter. Fecht & 420,

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