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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1897-05-01 · 3 (Mai-Juni 1897) · p. Seite 80

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
II (1897)
Issue
3 (Mai-Juni 1897)
Date
1897-05-01
Page
Seite 80 (sequence 12)
Language
German
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80 k&räischen Erzeugnissen, an denen das Br. Mus. so sehr reich ist, zuwende. — Samuel PoznansM.] MARQUART, JM Fundamente israelitischer und jüdischer Geschichte. Göttingen, Dietrich'sche Verl.-Buchh., 1896. VII u. 75 S. M. 3. [In 10 Kapp, behandelt Verf. 1) Das Lied der Debora; 2) Zur Liste "י der Edomiterkönige Gen. 86, 31 ff; 3) Die Stammbäume des Samuel und Saul; 4) Das Verzeichnis von Davids Helden 2. Sam. 23, 8 39; 5) Zur Panamü-Inschrift; 6) Davids Familie; 7) 8;פתרס) Die Organisation der jüd. Gemeinde nach dem sogen. Exil; 9) Zu den Apokryphen Daniel und Esther. Nachträge.] MEYER, Ed. die Entstehung des Judentums (oben S. 8—16).*) [Unter Judentum versteht M. die altisraelitische Religion in der Form, die sie während des babylonischen Exils und der darauf folgenden Wiederherstellung Israels erhielt, und die sie im Wesentlichen bis heute bewahrte. ״Ueber die Entstehung des Judentums besitzen wir ein verhältnissmässig recht reichhaltiges Material“: im Gesetz, in den späteren Propheten, und in den Büchern Esra und Nehemia. (Vielleicht nicht mit Unrecht vermisste Ref. in dieser Reihe das Buch Esther.) In der zweiten Gruppe sind keine neuen litterar-kritischen Resultate zu verzeichnen (über Jes. 56ff. s. oben S. 8.). In betreff des Gesetzes wurde erwähnt, dass M. gegen Wellhausen als das Gesetzbuch Esra’s nicht den Pentateuch, sondern den Priestercodex, und zwar von Esra selbst geschrieben, zu erweisen suciit. Ueber Ursprung und Beschaffenheit der zur Zeit vielfach diskutierten Bücher Esra und Nehemia kommt M. zu folgenden Ergebnissen1): Der Kern von Esra c. 1—6 sind die Berichte der Beamten und Erlasse der Könige im c. 4—6. Sie wurden urspr. persisch abgefasst, wofür noch die zahlreichen persischen Wörter (אגרא ,נשתון ,פרשגן ,פתגמא ,דתא ,גנז ,גזבר ,אסתס ,אספרנא ,אדרזדא) und die .Persismen (״ אלך ,דך ,דךjener“ — vorhergenannt; לששבצר שמה einem Namens geibasar; ר für ל in אסנפר Assurbanipal) einigen Anhalt geben, und aramäisch veröffentlicht, da die persische Regierung sich dieser Sprache in Syrien wie in Aegypten und im östlichen Kleinasien im Verkehr mit der Bevölkerung bediente. Sie gelangten auch in die Hände der Juden und blieben wahrsch. im Tempelarchiv aufbewahrt, bis sie etwa 830 v. Ohr. Geb. von dem Verfasser eines ס׳ דברי הימים (Neh. 12, 23) nebst den Memoiren Esra’s und Nehemia’s, die er miteinander vereinigte und teilweise in Erzählung der 3. Person umsetzte, und wenigem anderem Materiale (Esr. 1,8. 6,16. 12,1 — 26a sind Reste davon) verwertet wurden. Die Urkunden Esr. 4 kamen dabei an die richtige Stelle hinter Esr. 10 inmitten einer Erzählung Esra’s zu stehen, die später nicht mit umgestellt, sondern ־weggelassen wurde und so für uns verloren ging. Von Esra selbst war eine andere Urkunde des Artaxerxes I, wahrsch. schon urspr. aram. abgefasst, aufgenommen worden (E. 7.), deren jüdische Färbung aus der von Esra dem Minister eingereichten Vorlage herrührt, wie überhaupt keine der 6 Urkunden (eingerechnet das echte Edikt des Kyrus E. 6, 3—5, nicht das apokryphe E. 1,2—4) eine sachliche oder formelle Schwierigkeit derart enthält-, dass sie die Echtheit (etwa von der Verwünschung 5,12*, einem späte- ד *) Wir geben hier die oben (S. 8 Anm.) versprochene Inhaltsangabe. Red. ף S. besonders Kap. I, Kap. II S. 94—104, 185—141, 184—198.

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