Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- II (1897)
- Issue
- 3 (Mai-Juni 1897)
- Date
- 1897-05-01
- Page
- Seite 79 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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- Aleppo 1× ep/1047811
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79 Magribi angeführt wird, schliesst M. mit Recht, dass ihn al - Hiti am Anfänge des XY. Jahrb. gelebt hat. Die Identification mit dem von Pinsker, Likute Kadm. p. 64 citierten David b. Saadel al-Hiti bleibt so lange zweifelhaft, bis die Existenz des letzteren nicht anderweitig bestätigt sein wird. Ihn al-Hiti hat alte Quellen vor sich gehabt, so z. B. al-Qirqisäni’s Kitäb al - anwär (danach ist auch ibn al־Hiti zu den Autoren, die diese Schrift ira arab. Original eitleren, hinzuzufügen; s. meine Abhandlungen in der genannten Festschr. 214 218 und in den Semitic Studies in Memory of Dr. Kohut, p. 486, n. 8). Auch der Ausdruck über ’Anän אול מן נהא בכשף אלחק erinnern an die *Worte al- Qirqisäni’s (ed. Harkavy p. 284(1.16): ^והר אול מן ביין גמלו*? מן אלאק פי אלפראי Ibn al-Hiti giebt auch Daten für viele ältere karäische Autoren, die wie die der meisten seiner Glaubensgenossen mit Vorsicht aufgenommen werden müssen. So giebt er ein phantasiereiches Märchen über das Verhältniss Saadja’s zu Salmon b. Jerucham zum Besten. Letzterer sei zu Lebzeiten Saadja’s in Aleppo gestorben und dieser sei seinem Leicbenzug gefolgt und habe Lobreden auf Salmon gekündet. Dieses Märchen —dem M. Glauben zu schenken scheint — ist schon darum unmöglich, weil es feststeht, dass Salmon sämmtiiehe seiner Bibeleommentare nach Saadja’s Tod verfasst hat, s. meine kar. Miscellen (Jew. Quart. Rev. VIII, 684—691)1) Ebenso zählt ibn al-Hiti z. B. Hadassi nach Aron b. Elia auf (p. 8). — Diese kleine Chronik enthält aber auch viel Neues, das auf Wahrheit zu beruhen scheint und nicht ohne Interesse ist. So die Nachrichten über Josef b. Noach und dessen Schüler in Jerusalem — was M. besonders hervorhebt — unter denen Josef al- Basir und Abulfarag Harun wohl die bedeutendsten ־waren. Von letzterem existiert in Petersburg ein Compendium des Conmi. von Josef b. Noach (vgl. meine Abhandlung über Abulfarag Harun in RdiJJ. XXXIII, 215; Sep.-Abdr. p. 36). Ebenso ist interessant zu erfahren, dass ibn Saquje oder Saqeweihi gegen Saadja über alle Differenzpunkte zwischen Rabbaniten und Karäern, wie Bestimmung des Neumondes, Wochenfest. Verbot des Fettschwanzes und anderer Fettstücke, Tradition im Allgemeinen usw. polemisiert hat. (ובן סקויה רח׳ א׳ת׳ רד עלי אלרבאנין ועלי אלפיומי פי אלהלאל ואלאביב ואלענדרה; ואלאליה ואלשחם ואלתקליד ואבטל נקלהם). Dies habe ich schon längst gegen Pinsker vermutet (JQR. VIII, 690) und werde demnächst ausführlicher darauf zurückkommen. Zu den bisher bekannten literarischen Gegnern Saadja’s bekommen wir hier zwei neue: einen bisher unbekannten Abu Anan Isaak b. ’Ali b. Isaak undJaschar b. Chesed, über den wir demnächst Manches von Steinschneider in dem II. Band s. Berliner Catalogs erfahren werden. — Bemerkt sei noch, dass ibn al-Hiti, wie die meisten Karäer, die Legende von der Lebensgefahr, die ’Anäu gedroht hat, wiederholt (והערה למות נפשו) und, dass auch er David al-Miqmas für einen Karäer hält. Die Schreibung אלקומצי für אלקומסי findet sich auch in חלוק הקראים והרבנים (bei Pinsker 106) und die אלדסתריין für אלתסתריין auch bei einem anderen Karäer (8. Semitic Studies, 1. c.). Margoliouth hat durch die Edition dieser Chronik, die er mit einer Einleitung, guter üebersetzung und lehrreichen Noten versehen hat, den Dank aller Fachgenossen in höchstem Maase verdient, und es wäre zu wünschen, dass er seinen Eifer nun auch anderen *) Saadja hat sich aber vielleicht eine Zeitlang während seiner Jugend wirklich in Aleppo aufgehalten, wenn der Brief gegen Ben Meir (Jew. Quart. Rev. IX, 87—38) in der That von ihm herrührt,