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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1897-03-01 · 2 (März-April 1897) · p. Seite 67

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
II (1897)
Issue
2 (März-April 1897)
Date
1897-03-01
Page
Seite 67 (sequence 31)
Language
German
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67 Onom. 13218: Jabir civitas litterarum in triba Juda. Es ist evident, dass von dem Josua 15,15 erwähnten דביר die Rede ist, obgleich dieses ausführlicher unter dem Schlagwort Dabir (11527) beschrieben wird. Aus den zwei Artikeln kann bloss gefolgert werden, dass Jabir und Dabir in der Aussprache einander ähnlich gelautet haben (J =־ Di). H. hat also in den von ihm benutzten Quellen beide Umschreibungen vorgefunden, sich beide notirt und jede an ihrer Stelle eingefügt. Beim zweiten Artikel hat er den ersten vielleicht ganz vergessen und deshalb auf ihn nicht verwiesen, was er oft zu thun pflegt. Keinesfalls darf diese Thatsache so interpretirt werden, wie es Sp. 14 thut, dass im hebräischen Bibeltext des Hieronymus statt ד ein י gestanden habe. Wäre dies der Fall gewesen, woher hätte dann H. das Schlagwort Dabir? Ueberhaupt ist zu bedenken, dass der Kirchenvater sein geographisches Wörterbuch in erster Reihe aus der griechischen Bibel und für die Leser derselben angefertigt hat. S. 15. Madbares ist eine aramäische und keine hebräische Form, welche םך!ר lautet. S. 18 Armathem (= I Samuel 1,1 D’ßlX ד!ךמהןם) beweist nicht, dass H. den Dual nicht gelesen hat, es ist bloss aramäische Aussprache, wie Jeruschlem statt Jeruschalajim. Unter den nichthebräisehen Schlagwörtera werden Anhang IV auch Tigris (— חדכ]ל) und Tyrus (= צור) aufgeführt, was nicht gerechtfertigt scheint, denn diese Namen sind mit den hebräischen identisch und bloss gräeisirt. מעכר ist zweimal verzeichnet, S. 31,4 und 33. Azor sive Jazer, terminus urbis Ammon, quae nunc Philadelphia dicitur, diuidens eam Amorraeorumque regionem (Lag. 86Jt). Der Context spricht deutlich für Numeri 21,24. Die LXX setzt an die Stelle des schwierigen עז auf Grund von Num. 21,32 Jazer, Hier, hingegegen emendirt עז in עזר — Azor und identificirt Azor mit Jazer. Lag. verweist richtig auf Num. 21,24; Sp. (8) korrigirt unrichtig 21, 32, denn in diesem Falle wäre nicht erklärt, wie H. zu seinem Azor gelangt? Eigennamen sind der Corrumpirung mehr ausgesetzt als andere Wörter; es haben sich aus diesem Grunde in die Umschreibungen der Ortsnamen thatsächlich viele Fehler eingeschlichen. Nicht nur die Septuaginta, sondern auch Akylas, der sich, wie bekannt, peinlieh an den hebräischen Text anklammert, hat in diesem Punkte oft gefehlt. Es ist namentlich interessant zu beobachten, dass die meisten Abweichungen auf Verwechslung derjenigen Buchstaben beruhen, welche schon der Talmud auf seine Warnungstafel geschrieben hat. Mehrere Beispiele verzeichnet auch die vorliegende Schrift.

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