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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1897-03-01 · 2 (März-April 1897) · p. Seite 40

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
II (1897)
Issue
2 (März-April 1897)
Date
1897-03-01
Page
Seite 40 (sequence 4)
Language
German
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40 Ganze in einem reinen, fliessenden Hebräisch geschrieben ist und nicht im Entferntesten den Charakter einer Uebersetzung hat. Freilich muss man hie und da einen neuern Ausdruck (S. 38 מאובנה ▼erknöchert; S. 119 דעות קדומות Vorurteile; S. 264 שהתרבנו die zu Rabbaniten geworden sind), einen Germanismus im Ausdruck (S. 38 י״ לדבר בלשונו mit ihm zu sprechen; S. 63 Anm. זמן פעולתם נופל, S. 70 פעולתו נופלת blühte oder wirkte) wie in der Constructiön (S. 121 Anm. 1 בי ספר הוכוח . . . מתאמת; S. 153 Anm. 2 מ בשנת . . . יוצא לנו מזה; כי ...; fast unverständlich ist S. 124 Z. 16 אשר בהיותו נוצרי ידע ידיעה ברורה את הלשונות עברית ארמית ובו׳, wofür im Text VH8 S. 124: ״der als Christ in der Dominikanerschule Hebräisch etß. ziemlich gründlich erlernt hatte“; ebenso undeutlich ist S. 155 Z. 8 היהודים לא שמו . . . מבלי אשר) mit in Kauf nehmen. Für manchen Begriff fehlt auch die treffende Bezeichnung (״Markgraf“ heisst S. 95 רוזן הארמון, S. 321 רוזן ה&פר), in einigen Fällen sind eingebürgerte Ausdrücke unberücksichtigt geblieben, ohne dass etwas besseres dafür gegeben wäre (S. 117 המינוריטים, wofür im Mittelalter das gute Wort הצעירים durch häufigen Gebrauch das Bürgerrecht erhalten hat). Aber diese Fälle sind so vereinzelt, dass man danach den Wert der Uebersetzung nicht bestimmen darf. Man vergleiche die Uebersetzungen des Mittelalters und schätze danach den Fortschritt der Zeit. Sachlich hat R. ,im Texte nur wenige und sehr geringe Aenderungen vorgenommen. Nur in Bezcg auf die Kabbala nimmt er einen andern Standpunkt ein, als der Verfasser selbst. Sein Urteil über diese Verirrung der Geister ist viel milder und darum auch treffender; den Trägern dieser Lehre wird mehr Gerechtigkeit widerfahren, ihren Hauptschriften mehr Würdigung zuteil. Die Abschnitte, welche der Behandlung der Kabbala gewidmet sind, haben eine vollständige Umarbeitung erfahren (Anf. des 3. und der ganze 7. Abschnitt), wobei noch hervorzuheben ist, dass R. sich der schwierigen Aufgabe unterzogen hat, die kabbalistischen Werke durchzuarbeiten, um uns die Hauptideen der ״Geheimlehre“ in der Sprache ihrer Vertreter vorführen zu können. Nicht ganz logisch scheint uns die Behauptung S. 71: מדברי הראשון להמקובלים הננו למדים/ כי ההתנגדות להידיעח הזאת נולדה תיבף בהגלותה/ וזה דבר נמנע/ לו היתה הידיעה הזאת באמת מקובלת באומה משנות דור ודור; vgl. die Bibelkritik. Anders sagt Grätz (61): ״Einer der ersten Mystiker gestand also ein, dass die Kabbala bei ihrem ersten Ausflüge auf Widerstand gestossen und dass ihr Lehrinhalt durchaus nicht als alt anerkannt worden sei“. Aber auch das ist nicht ganz genau. Auch für die Geschichte der Juden in den slavischen Ländern bringt die Uebersetzung mehr, als der Text (S. 137 ff. und S. 322 ff), wenn auch das vollständige Material für eine besondere Darstellung der Geschichte der Juden in diesen Ländern aufbewahrt blieb In Fussnoten hat R. ausser den Anmerkungen Guttmann’s in der 3. Aufl. des VII. Bandes auch eine recht ansehnliche Anzahl von Nachträgen und berichtigenden Bemerkungen gegeben (z. B. S. 280 Anm. 1 betreffs des טור), ohne freilich erschöpfend zu sein, ja in literaturgeschichtlicher Hinsicht hat sich noch manch neuer Irrthura eingeschlichen, wozu der Umstand beigetragen haben mag, dass die Büchertitel in der Vorlage oft nur in deutscher Uebersetzung angegeben sind. Hier einige Bemerkungen nach dieser Richtung hin: S. 9 Anm. 2 wird die מעשת של ירושלמי Abraham b Moses Maimuni beigelegt, sie rührt aber von einem sonst ünbekannten Abraham Maimon (nicht Maimuni) her (Hebr. Bibi. XVI, 67), der mit Abr. b. Mose« Maim. schon früher confundiert wurde (Steinschn. Hebr. Uebers. 906

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