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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1897-01-01 · 1 (Januar-Februar 1897) · p. Seite 32

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
II (1897)
Issue
1 (Januar-Februar 1897)
Date
1897-01-01
Page
Seite 32 (sequence 32)
Language
German
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32 ausleiern, aber wo ist dazu der eine oder beide Drucker? — Vorerst und vielleicht immer würden mir dann meine Leute von. den Pressen verführt werden. Im Feyerabend könnt ihr, würde es heissen, ja leicht einen Bogen vor mich drucken, Macklott weis es nicht und wenn er es erfährt, was liegt daran, ihr arbeitet ja stückweise, also könnt ihr aufhören oder bei ihm anfangeu zu arbeiten, wenn ihr wolt und das isli doch immer ein Nebenverdienst, Mackiotts Arbeit lauft euch ja nicht weg. So arbeiten denn meine Leute,, ohne dass ich den mindesten Nuzen davon habe, ja der Schaden ist gewiss. Dem Juden mus gedruckt werden und oft würde meine Arbeit darunter leiden In Dienste begibt sich kein Christen-Drucker zum Juden und eigene haben sie־ nicht. Farbe kann der Jude nicht machen und wenn ich auch gerade zu nicht an Entwendung der meinigen nicht denken, solches nicht gewärtigen will, so würden sie meine Leute doch machen müssen, denn vor furchtsame, in Handarbeiten ungeschickte Juden ist das kein Geschäft. Es gehört praktische Uebung, vorsichtige Klugheit dazu, die Farbe zu machen, manchem Christen ist es schon misglückt. und er durch sein ganzes Leben unglücklich dadurch gemacht worden. — Was kann also endlich eine solche Judendruckerei dem Lande vor Nuzen und Frommen bringen, wenn auch alle vorliegende Umstände nichts wären, gehoben werden könnten. Dreimal ist der in Frankfurt in christlichen Druckereien gesezte und gedruckte Talmud samt den Masoreten 76), welches Druckwerk 24 Pressen beschäftigte, zu Grunde gegangen, verbranndt und der christliche Buchdrucker darüber gestorben und verdorben77). Ob es Schicksal, Gottes Finger oder Zufall, blinder Zufall gewesen, kann ich nicht entscheiden. — Was sonst bei einer Judendruckerei gegen die Religion, gegen den Fürsten, gegen den Staat vor Unterschleife geschehen können, will ich weisern Ueber- Jegungen anheim geben. Was kan mit falschen Zollzeichen geschehen? Traut man im hiesigen Lande nicht, so druckt mau welche vor andere Länder. Solcher Thaten ist aber kein Christ fähig. Ich will nicht weitläufiger seyn, sondern schliessen . . .“78). Man sieht, es sind in dieser Erklärung alle Eegister gezogen, aber ohne, dass der Erfolg der Anstrengung entsprach. Die beiden Erklärungen M’s. wurden durch Hofraths-Beschluss v. 11; December79) resp. v. 18. December80) wiederum Gerstlacher zur gutachtlichen Aeusserung überwiesen, die am 4. Januar 1777 einging und in fast allen Punkten zu einem negativen Ergebniss kam. Dieselbe lautet: ״So gerne ich dem Hofbuchdrucker M. allen nur möglichen billigen Vortheil gönne, so wenig vermag ich jedoch bei allem Nachdenken abzusehen, wie derselbe über einen durch Ertheilung eines privilegii zu einer hebräischen Druckerey ihm zugehenden Schaden sich beschweren könne, da schon angezeigter massen es hier nicht auf einen im Lande zu machenden, sondern vielmehr auf einen ausser Landes herein zu ziehenden Verdienst ankommt. Um aber ihm zu einiger Beschwerde auch nicht einmal einen Schein übrig zu lassen, könnte ja dem Juden über die von mir schon vorgeschlagene Bedingnisse besonders der, dass das priviJegium nur revocatorie zu ertheilen, noch weiter anbedungen 70) sic! דל) Zur Kritik dieser Angaben vgl. Steinschneider 1. c. S. 79. 78) Stk. 29. 0ל) Stk. 28 80) Stk. 30.

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