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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1897-01-01 · 1 (Januar-Februar 1897) · p. Seite 22

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
II (1897)
Issue
1 (Januar-Februar 1897)
Date
1897-01-01
Page
Seite 22 (sequence 22)
Language
German
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22 n. ABTEILUNG. Schriften über Mediein in Bibel und Talmud. ר Ein Nachtrag nebst einigen Berichtigungen zu Steinschneider’s Artikel in der Wiener klin. Wochenschrift1) von Dr. med. J. Preuss, geordnet und mit einigen Artikeln und Anmerkungen bereichert von M. Steinschneider.2) 2 c Hörnigk, Ludovici (Com. Pal. Oaes. Reipubl. Francofurt.), Medicaster Apella oder Juden Artzt. Gedruckt und verlegt zu Strassburg. Durch Mary von der Heiden 1631. kl. 8. [Paginirt bis S. 383, S. 384 hat den Custos: Cur-, es folgen dann 12 Bl. mit fortlaufender Signatur Cc bis Ddij, enthaltend: Carmina in medicastrum apcllam, latein. und deutsche Reime von verschiedenen Doctoren unterschrieben. Auf dem Titel ein Kupferstich: Christus vor einem Krankenbette, einen jüdischen Arzt (am Rade zu erkennen) abwehrend, auf dessen Kopf der Teufel seine Hand hält, darunter: Sebastian Purck fecit. — Das Buch in III Teilen zu je 6 Kapp, ist in Inhalt und Sprache so unflätig, dass ich mich zum Durchlesen desselben nicht entschliessen konnte, um so weniger, als die darin enthaltenen pöbelhaften Ausfälle auf Judenärzte kein Vertrauen zur Wahrhaftigkeit des Pamphletisten erwecken. Ich beschränke mich auf einige Notizen aus T. II K. 5: Was die Juden gemeinlich (so) in der Artzney verstehen. Anthonnius Margarita, getaufter Jude und Prof, behauptet, dass kein Jud in teutscher Nation, noch Böhmen, Ungern etc. gewesen sey, der sein lebenlang Mesuen, Avicennam, Galenum, Hippocratem und dergleichen in Hebräischer spraach gesehen, geschweig dann gelesen habe, noch viel weniger Latein, u. s. w. Wenn diese Behauptung wahr ist, so liegt die Schuld nicht an den Juden, die ja die hebr. Uebersetzungen geliefert haben (was freilich Herr v. H. nicht gewusst haben dürfte), sondern an den Deutschen, welche die Juden von ihrer Bildung ausschlossen; der Verf. sieht mit Behagen, dass in Padua die Juden nur hinter den christlichen Studenten Platz finden. Seinen Geifer ergiesst der Vf. — ein Schüler des getauften Juden Jul. Otho im Hebr. (S. 178) — über die Judenärzte Schlam (Salomo? S. 149ff), Wertheimer (S. 163, s. auch 201) in *) Oben S. 139. 2) Einige Zusätze, Specialia betreffend, lagen nicht im Plane meiner :Zusammenstellung, meine Beiträge hier sind St. gezeichnet.

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